Grim - Das Siegel des Feuers

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Grim - Das Siegel des Feuers

Beitrag von Aiyana am Mo Apr 26, 2010 3:59 pm

Grim - Das Siegel des Feuerst von Gesa Schwartz

Wertung
Spannung Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven
Handlung Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven
Emotionen Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven - Like a Star @ heaven
Sprache Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven
Humor Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven
Welt Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven


Inhalt
Grim ist ein Schattenflügler, ein Wächter des steinernen Gesetzes, ein Beschützer der Menschen – er ist ein Gargoyle. Aus Furcht agiert sein Volk seit Urzeiten im Verborgenen, fern ab jeglicher Wahrnehmung der Menschen.
Eines Tages beobachtet Grim seine alte Freundin Moira, wie sie sich mit einem jungen Mann trifft und ihm ein Päckchen überreicht. Außer sich vor Wut über den Verrat, den Moira damit gegenüber den Gargoyles begangen hat -denn kein Mensch darf über ihre Existenz bescheid wissen- folgt er dem Menschen und trifft dabei auf dessen Schwester, Mia.

Mia weiß von der verborgenen Welt um sie herum nichts, jedoch fühlt sie immer zu, dass dort noch mehr ist, als ihr Auge wahrnimmt.
Auf einem nächtlichen Ausflug erblickt sie dann plötzlich wiederholt seltsame Eisblumen und eine mysteriöse Gestalt. Ängstlich und verwirrt begibt sie sich zu dem einzigen Menschen, dem sie sich anvertrauen kann – ihrem Bruder Jakob. Dieser hört ihr geduldig zu und offenbart ihr schließlich, dass es neben der Menschenwelt noch eine weitere Welt gibt. Diese Anderwelt kann von keinem Sterblichen gesehen werden, außer von Hartiden, den Sehern des Möglichen, und sowohl Mia als auch er selbst gehören zu den wenigen Menschen, denen diese Gabe geschenkt wurde.
Auf einem Ausflug, bei dem Jakob seiner Schwester die Anderwelt zeigen will, geraten sie beide jedoch in große Gefahr und müssen sich trennen. Als Jakob ihr kurz darauf das Päckchen überreicht, welches er zuvor von einer Gargoyle-Dame erhalten hatte, und daraufhin ganz von der Bildfläche verschwindet, sieht Mia sich plötzlich einer Situation gegenüber, der sie alleine nicht gewachsen ist und schließt sich auf Grund dessen mit Grim zusammen. Gemeinsam mit dem Kobold Remis begeben die beiden sich auf des Rätsels Lösung und kommen bald dahinter, dass mächtige Schwarzmagier, angeführt von dem mysteriösen Seraphin, ihre Finger mit im Spiel haben. Schlagartig sehen sie sich Hindernissen gegenüber, die ihren ganzen Mut fordern und deren Ausmaße die ganze Welt betreffen könnten..

Anmerkung zum Buch
In Grim – Das Siegel des Feuers wird dem Leser die Anderwelt abwechselnd aus Grims und Mias Sicht vor Augen geführt. Mit viel Liebe zum Detail hat Gesa Schwartz eine wunderbare neue Welt geschaffen, die beim Lesen fast real wurde. Besonders lustig fand ich die Vorstellung, dass die Wesen der Anderwelt mit unseren Zügen in ihre Welt fahren und dort dann erst einmal durch eine Art Passierschalter gehen müssen, um Einlass nach Ghrogonia zu erhalten. Die Idee ist simpel und doch wirkt sie alles andere als einfallslos, da sie absolut glaubwürdig in den Rahmen der Anderwelt eingefügt wurde.
Die Charaktere, die uns die gesamte Geschichte über begleiten sind allesamt sehr realistisch und einzigartig geformt. Jeder von ihnen hat seine ganz eigenen Macken und wird durch seine Natürlichkeit schnell zu einem gern gelesenen Namen. Besonders die Vielfältigkeit hat es mir hier angetan. Es dreht sich nicht nur um Menschen und Gargoyles, sondern auch Kobolde, Feenwesen, Waldschraten, Vampire, Hybriden etc wurden perfekt in dieses Werk mit eingebracht und zu keinem Augenblick wirkt diese Vielfalt als zu bunt.
„Grim“ ist ein Buch, welches voll von Situationen ist, in denen sich die Charaktere ihren Ängsten stellen müssen, in denen sie Entscheidungen treffen müssen, die ihr weiteres Leben betreffen und welches nicht nur einmal zum Nachdenken anregt.
Neben all den ernsteren Aspekten, die sich durch dieses Werk ziehen, vergisst Gesa Schwartz den Humor jedoch nicht. Selbst, wenn die Situationen es nicht erlauben sorgt der kleine Kobold Remis immer wieder für ein Schmunzeln auf den Lippen der Leser und der Gargoyle Mourier hat mir nicht nur einmal ein herzliches Lachen entlockt. Besonders eine Szene, in der er Grim sein Tüllkostüm überreicht, hat mir das Lesen kurzzeitig unmöglich gemacht!
Auch die Liebe darf in so einer Geschichte natürlich nicht fehlen und wenngleich die spannende Story die ganze Zeit über im Vordergrund steht, versteht es die Autorin, die leisen Gefühle immer wieder mit einfließen zu lassen und nachdem der Leser die ganze Zeit mit den beiden mitgefiebert hat, ist er am Ende genauso schlau wie vorher und fragt sich: sind sie nun oder sind sie nicht? Ich liebe solche kleinen Rätsel, die mir das Warten auf die Fortsetzung fast unerträglich machen.
Neben all diesen positiven Dingen gab es jedoch auch etwas, was mir nicht so gefallen wollte. Die ersten 200 Seiten lasen sich für mich wie eine sehr lange Einleitung. Ohne Frage waren sie wichtig für die Geschichte und ohne sie hätte man vieles nur mit Mühe verstanden, jedoch zogen sie sich ziemlich, weswegen ich für sie länger brauchte als für das gesamte restliche Buch.
Des weiteren hat Gesa im gesamten Werk immer großen Wert darauf gelegt, die Gefühle der Charaktere glaubwürdig und gut nachvollziehbar zu beschreiben. Als Mia jedoch erfährt, was sie ist und daraufhin die Anderwelt sieht, scheint es fast, als sei das für sie das Normalste der Welt. Auch als ihre Mutter darüber unterrichtet wird, was mit Jakob passiert ist und was Mia nun bevorsteht, wirken die Gefühle nicht so, wie sie für eine Mutter in so einer Situation typisch wären.


Fazit
Grim hebt sich eindeutig von den zur Zeit sehr beliebten Vampir- und Werwolfbüchern ab und allein das macht es schon zu etwas Besonderem. Aber auch der Charme, die Spannung, der Gefühlsreichtum und der Humor machen dieses Buch zu einem Werk, das man gerne liest und auf dessen Fortsetzung man mehr als nur gespannt sein darf!


Über das Buch und die Rezension diskutieren könnt ihr hier


Zuletzt von Aiyana am Do Nov 11, 2010 5:43 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Re: Grim - Das Siegel des Feuers

Beitrag von mystika am Do Nov 11, 2010 5:55 pm



Meine Meinung:
Vom Inhalt kann ich gar nicht mehr so viel wiedergeben, wie ich eigentlich möchte, da es eine derartige Fülle von Geschehnissen war, die ich mir beim besten Willen nicht merken konnte.
Aber im Grunde geht es um ein Pergament, das eine Karte beinhaltet, deren Weg und Ziel für eine gemeinsame Zukunft zwischen Menschen und Gargoyles sein soll.
Doch als ein Junge das Pergament für einen Gargoyle aufbewahren sollte, wird er von Widersachern getötet. Kurz davor konnte er das wertvolle Papier aber noch an seine Schwester Mia weiterreichen.
Und so beginnt eine Geschichte um ein Pergament, das mit einem Feuersiegel verschlossen ist und nur von einer bestimmten Person geöffnet werden kann.
Auf einem unbestimmten Weg, von ihren Gegnern verfolgt, wird sie von Grim, einem der mächtigsten Gargoylekrieger, begleitet.
Gemeinsam erleben sie eine Unmenge von Abenteuern, die sie in kleinen Schritten dem wahren Ziel des Pergamentes näher bringen.

Ich fand Gargoyles schon immer faszinierend. Grim, um den es in erster Linie geht, wird kraftvoll und stark dargestellt, mit Gefühlen, die denen eines Menschen ähnlich sind.
Im Laufe der Geschichte bekam ich aber auch allerhand Fabelwesen und Anderswesen zu Gesicht, sodass mir fast schwindlig wurde.
Es gab viele Parallelen zu anderen großartigen Büchern, was mir leider zu oft bewusst wurde. Unter der Sonne gibt es kaum meher Neues, aber vieles in diesem Werk erinnerte mich etwas zu sehr an die Werke anderer Schriftsteller.
Dazu kam noch diese Vielfalt an Anderswesen. Darüber musste ich immer wieder den Kopf schütteln. Es kamen in diesem Buch im Grunde alle Fantasygestalten vor, die man allgemein kennt. Das war eindeutig zu viel des Guten!

Anfangs spielten sich die Handlungen der beiden Protagonisten Grim und Mia parallel ab. Nach ungefähr einem Drittel des Buches bestanden sie zusammen mehrere große Abenteuer, um im dritten Teil wieder getrennte Wege zu gehen, da Grim für sein Volk kämpfen musste und Mia ihre magischen Fähigkeiten erlernen sollte.

Über Grims rechte Hand, einen grün leuchtenden Kobold namens Remis, musste ich fast immer lachen, wenn er auftauchte. Mit diesem Wicht hatte die Autorin einen humorvollen Gegensatz, zu den teilweise sehr grausamen Ereignissen, geschaffen, der mir immer wieder ein Lächeln aufs Gesicht zauberte.
Aber etwas enttäuscht war ich von Mia, die ihre Magie kein einziges Mal wirklich einsetzte, obwohl sie diese doch angeblich in sich und auch erlernt hatte. Das lässt mich aber hoffen, dass es sich eventuell im nächsten Teil eher darum drehen könnte.

Das gesamte Werk war durchgehend erfüllt von Emotionen, die auch auf mich übersprangen. Ob es mit der doch noch jungen Protagonistin zusammenhängt, ist möglich. Ich konnte mich gut in die beiden Hauptfiguren hineinversetzen und konnte jede gefühlstechnische Station mitgehen.
Auch Spannung durfte natürlich nicht fehlen, wobei diese sich eher unterschwellig durch das Buch zog.
Was mich jedoch zum Ende hin etwas abschreckte, war die plötzliche Brutalität und die Beschreibung von abartig zugerichteten Leichen.

Somit vergebe ich diesem Erstlingswerk von Gesa Schwartz durch die Anhäufung der verschiedensten Wesen, den vielen Ähnlichkeiten zu anderen großartigen Fantasy-Romanen und der Grausamkeiten, nur drei bis vier Sterne.
Schade, denn es hätte ein wirklich grandioser Auftakt werden können. Aber den nächsten Band werde ich bestimmt auch lesen.

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