Limbus

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Limbus

Beitrag von coboldt am Sa März 13, 2010 11:47 am

Ich bin mit vielen Passagen noch nicht zufrieden und habe bisher auch noch nichts überarbeitet. Noch ist alles einfach drauf losgeschrieben. Das soll meine Geschichte werden, die ich als Drehbuch für meine Bewerbung an der Uni in Berlin einreichen möchte und dafür auch teilweise noch verfilmen möchte, vorher will ich nur erst einmal die ganze Geschichte aufschreiben... das wird seeeehr lang werden. Drei Kapitel habe ich bereits fertig und würde mich sehr über Reviews freuen.
Am Anfang kommt noch ein Prolog, aber den kann ich erst schreiben, wenn ich weiter vorangekommen bin.
Ich hoffe die Geschichte gefällt Euch, wenn ihr wollt, kann ich später noch erzählen was in etwa im weiteren Verlauf passiert.
Der Einstieg gefällt mir z.B. noch nicht ganz so gut und vielen andere auch, aber am Besten macht ihr euch euer eigenes Bild ^^
Die Pferde müssen am Anfang einfach mit drin sein, weil ich es ausnutzen muss, dass ich diese beim Filmen mit einbauen kann.


..Prolog...



1.

Hallo, da bist du ja endlich. Es freut mich sehr, dass Du dich entschieden hast dieses Buch zu lesen. Ich warte schon lange darauf, dass es einen neuen Besitzer findet. Wer ich bin? Ich bin Sarah, eigentlich ein ganz normales 18-jähriges Mädchen. Nun ja, zumindest war ich das noch vor einiger Zeit. In diesem Buch möchte ich Dir meine Geschichte erzählen, denn ich denke, es ist eine der Geschichten, die nicht in Vergessenheit geraten sollten.
Es begann an einem schönen Sommerabend. Meine beste Freundin Vanessa und ich hatten uns zum Ausreiten verabredet, bei dem Wetter, das die vorhergegangenen Tage herrschte konnten wir es uns nicht entgehen lassen, mit den Pferden baden zu gehen.
Nein, nein, warte! Keine Angst, das ist keine Pferdegeschichte. Reiten ist ein Hobby von mir, das Buch hat nichts damit zu tun… okay… vielleicht am Rande, denn es war dieser Ausritt, der mein Leben von Grund auf verändert hat. Ich könnte jetzt den Weg bis zu diesem Punkt genau umschreiben, aber das würde Dich eventuell nicht gerade dazu veranlassen, das Buch weiterzulesen.
Also, der Ausritt. Vanessa und ich waren auf dem Rückweg –mittlerweile war es schon dunkel- und waren kurz vor einem Tunnel, den wir auf dem Heimweg vom Wald immer durchqueren müssen. Wir haben wie immer laut gesungen und rumgealbert, das gehört bei unseren Ausritten einfach dazu.
Ich wollte gerade die nächste Strophe von Jason Mraz’s „I’m Yours“ anstimmen, als mein Pferd De Niro scheute. Er weigerte sich auch nur einen Schritt weiter in Richtung Tunnel zu gehen. Was war mit ihm los? Er hatte doch sonst nie Angst. An dem Tunnel war nichts Ungewöhnliches und wir hatten ihn schon oft durchquert. Er verlief unter einer Landstraße und war gerade mal 10 Meter lang. An einer Seite plätscherte ein kleiner Bach, der durch ein Holzgeländer vom Weg abgetrennt war. An einigen Tagen ging ich hier gerne hin und setzte mich an den Bach, um nachzudenken.
Ich versuchte De Niro weiterzutreiben und wurde langsam wütend, weil er meinem Empfinden nach keinen Grund hatte zu scheuen. Doch er ging keinen Zentimeter vorwärts, sondern bäumte sich immer wieder auf. Ich wollte schon Vanessa fragen, ob sie vorreiten kann, aber auch ihr Pferd schien etwas zu stören. Ich dachte schon es wäre das Beste abzusteigen und ihn durch den Tunnel zu führen, als plötzlich etwas meine volle Aufmerksamkeit auf sich zog… Am Ende des Tunnels leuchtete etwas, es sah aus als wäre es eine Glasscherbe, die Licht reflektierte. Nur war es schon dunkel und es war nirgendwo Licht an. Etwas, was sehr seltsam war. Doch daran verlor ich keinen Gedanken, denn das Licht hatte all meine Gedanken auf sich gelenkt. Es war wunderschön, eisblau und so intensiv das ich meinen Blick einfach nicht mehr abwenden konnte. Was jedoch im nächsten Moment geschah, als De Niro sich erneut aufbäumte und ich im hohen Bogen aus dem Sattel geschleudert wurde. Ich war so abgelenkt, dass ich vergessen hatte, was los war. Es schien, als würde die Zeit langsamer laufen, als ich in gefühlter Zeitlupengeschwindigkeit rückwärts durch die Luft schwebte. Ich sah noch den Vollmond und den klaren Himmel, bevor ich mit dem Kopf auf den Boden Aufschlug und mit einem Schlag wieder bei Sinnen war, im wahrsten Sinne des Wortes. Das gibt bestimmt eine ordentliche Gehirnerschütterung.
„Sarah, was ist denn los mit dir?“ sagte Vanessa, doch ich war mit den Gedanken schon wieder bei dem wunderschönen Licht. Seltsam… es war weg. „Hallo? Sarah!“ „Wo ist es hin?“ sagte ich leise zu mir selbst. „SARAH! Verdammt noch mal komm wieder zu dir und hol De Niro! Er steht dort hinten beim Gras.“ Ich stand auf und verdammt, mein Kopf schmerzte, als wäre ein Zug darüber gefahren. Ich setzte mich fürs Erste wieder auf den Boden, um nicht wieder hinzufallen, denn ich hatte das Gefühl, als würde mein Kopf Karussell fahren.
„Geht es dir gut?“
„Jaa, ich denke schon. Ich bin nur ein wenig angeschlagen. Nichts was man mit einer Aspirin nicht wieder beheben kann.“ Dann spürte ich etwas Feuchtes im Nacken und Vanessa war es wohl auch nicht entgangen, sie sprang von ihrem Pferd und kam geschockt auf mich zu „Von wegen dir geht es gut! Du blutest und zwar nicht gerade wenig. Warte hier, ich hole De Niro und wir führen die beiden nach Hause. Mit der Verletzung lass ich dich mit Sicherheit nicht mehr aufs Pferd steigen!“
Das wäre wohl wirklich keine sehr gute Idee gewesen, obwohl ich es schon vorziehen würde zurück zu reiten, da ich auch mit meinem Hintern auf den Teer gefallen bin und der sich ehrlich gesagt ziemlich platt anfühlte.
Als Vanessa wieder da war nahm ich ihr De Niro ab. „Hey mein Großer, du bist ja wieder ganz ruhig. Ich wüsste nur zu gerne, was eben mit dir los war!“ Dann gingen wir los und ich wandte mich an Vanessa. „Das Licht eben war schon seltsam oder? Ich frage mich was das gewesen ist.“
„Daran war doch nichts seltsames, es hat sicher nur jemand seine Taschenlampe liegen lassen. Zurzeit sollen sich hier bei Nacht einige zwielichtige Gestalten in der Gegend herumtreiben. Es würde mich nicht wundern, wenn da einer vor Angst einfach weggelaufen ist.“
Das war keine sehr beruhigende Erklärung. „Was? Wirklich? Wie kannst du dann so entspannt hier langgehen, wenn du das weißt?“
„Mensch, Sarah… würdest du mal eine Zeitung in die Hand nehmen wüsstest du das auch und naja, es gibt keinen Grund beunruhigt zu sein, so weit ich weiß, haben die noch niemandem Schaden zugefügt, die Leute fürchten sich einfach nur vor ihnen.“
Ich fuhr mir nachdenklich durch das Haar, wobei ich meine Kopfwunde berührte und vor Schmerz zusammenzuckte. Hoffentlich muss das nicht genäht werden. Wenigstens hat es aufgehört zu bluten.
„Ich denke an der ganzen Geschichte ist mehr dran, als du glaubst. Vielleicht war da gerade jemand bei dem Tunnel… und das Licht eben war ganz sicher keine Taschenlampe, das hatte irgendwie… etwas Besonderes an sich. Und außerdem scheut De Niro nicht ohne Grund.“ Vanessa fing an zu lachen, was mich wirklich ärgerte. „Was ist daran bitte lustig?“ Fuhr ich sie in einem vielleicht etwas zu gereiztem Ton an, woraufhin sie mich entschuldigend anblickte.
„Es tut mir Leid Sarah, aber du hast echt Fantasie für ein dutzend Leute, ich glaub du liest zu viele Bücher, oder eher gesagt die Falschen.“ Sagte sie, womit sie vielleicht auch nicht ganz unrecht hatte, ich interpretiere in viele Situationen zu viel rein, wenn ich so darüber nachdenke. Dann fing auch ich an zu lachen, wobei mir aufgrund meiner Verletzung gleich die Tränen kamen.
„Okay du hast Recht, aber du übertreibst mit dem ‚ein dutzend Leute‘. Nur weil du keine Fantasie hast, haben in deinen Augen alle zu viel davon. Manchmal tut so ein Kopfkino echt gut, unterhaltsam ist es auf jeden Fall!“ lachte ich ihr zu und versetzte ihr einen kleinen Stoß mit dem Ellenbogen. „Keine Sorge, du unterhältst uns beide genug.“ Sagte Vanessa noch bevor wir beide lautstark anfingen zu lachen.
„Ihr seid spät dran!“ sagte Herr Storm, der Besitzer des Reiterhofes, als wir die Pferde in ihre Boxen brachten. Zu meinem Bedauern berichtete Vanessa ihm alles über meinen Sturz. „Das hört sich nicht gut an, Sarah. Am besten wäre es, wenn ich dich sofort ins Krankenhaus bringe. Du solltest deinen Kopf unbedingt untersuchen lassen!“ Na prima, das Krankenhaus ins wirklich der letzte Ort, an den ich gehen wollte. Seit meine Eltern vor 5 Jahren einen Autounfall hatten und 4 Wochen später im Krankenhaus starben, mied ich diesen Ort. Krankenhäuser erinnerten mich immer daran, wie sie beide tagelang im Koma lagen. In dieser Zeit lebte ich ausschließlich dort, die Krankenschwestern hatten sogar ein Bett für mich aufgestellt. Ich habe täglich stundenlang in ihrem Zimmer gesessen und ihre regungslosen Körper angestarrt… Bis man die Maschinen abstellte. Es gäbe keine Hoffnung mehr sagten die Ärzte zu mir… sie seien bereits Hirntod gewesen. Aber in meinen Augen haben die Ärzte sie getötet und so sah ich es noch immer.
„Das ist nicht nötig, mir geht es gut, die Blutung hat schon längst aufgehört, das sah im Dunkeln schlimmer aus, als es ist.“ sagte ich und bemühte mich dabei so überzeugend wie möglich zu sein, während ich darum kämpfte, meine Tränen zurückzuhalten, welche Ursache nicht mehr allein die körperlichen Schmerzen waren.
Als Herr Storm seinen Mund öffnete um etwas zu erwidern, schaltete sich Vanessa ein, sie stellte sich vor mich und überzeugte ihn davon, dass sie sich darum kümmern würde, dass ich zu einem Arzt gehe. Ich fragte mich, warum sie mich vor seinem Blick abschirmte, als ich bemerkte, dass ich am ganzen Körper zitterte. Und auch die Tränen, die ich bisher zurückhielt liefen mir über das Gesicht… und nichts davon hatte mit meiner Verletzung zu tun, was Vanessa wusste. Deshalb brachte sie Herrn Storm weg, sie wusste, dass ich nicht wollte, dass mich jemand so sieht. Sie war die einzige mit der ich meinen Kummer geteilt hatte, allen anderen gegenüber spielte ich immer die Rolle der stets gut gelaunten Sarah, was ich wirklich gut konnte. Vanessa wusste jedoch immer was wirklich in mir vorgeht. Schon als wir Kinder waren, konnte sie stets hinter meine Fassade blicken. Sie war immer die große Schwester, die ich nie hatte, nach der ich mich jedoch so sehr sehnte.
Als Vanessa wieder den Stall betrat setzte sie sich einfach neben mich und nahm mich still in die Arme. So saßen wir eine halbe Stunde still da, bis ich schließlich sagte „Ich danke dir Vanessa, danke, dass du immer für mich da bist.“ „Ach was, dafür sind Freunde doch da. Komm, wir sollten nach Hause gehen. Aber Sarah?“
„Ja, was ist?“
„Mir wäre auch wohler, wenn du deinen Kopf untersuchen lässt.“ Ihr Blick war voller Sorge „Keine Angst, ich gehe morgen zum Arzt. Kannst du mich in der Schule entschuldigen? Ich möchte lieber morgens hingehen.“ Ihr Blick sagte mir deutlich, dass sie mir nicht glaubte, aber da es ihr lieber wäre, wenn ich am nächsten Tag im Bett bliebe, als in die Schule zu gehen, sagte sie es nicht. „Okay, aber versprich mir bitte, dass du dich ausruhst! Ich komme dich nach der Schule besuchen“
„Das werde ich, danke und bis morgen.“ Ich umarmte sie noch schnell und stieg in mein Auto, um nach Hause zu fahren. Nein, ich würde nicht zum Arzt fahren, aber ich wollte mich auch nicht ausruhen.
Was auch immer heute beim Tunnel passiert ist, ich werde es herausfinden!







2.

Der Wecker klingelte am nächsten Morgen um 5 Uhr und am Liebsten wäre ich liegen geblieben, doch schließlich hatte ich etwas Wichtiges zu erledigen. Also stieg ich aus dem Bett und ging in die Küche, um mir erst einmal einen Kaffee aufzusetzen. Es war eher eine kleine Kochnische, als eine Küche, ich wohnte in einer kleinen, aber gemütlichen 1-Zimmer Wohnung. Nachdem ich 18 geworden bin, bin ich so schnell es mir möglich war aus dem Haus meiner Pflegeeltern ausgezogen, wo ich seit meinem 13. Lebensjahr leben musste. Ich war ihnen natürlich dankbar, dass sie mich aufgenommen hatten, aber für sie war ich immer eher ein Einrichtungsgegenstand, als ein Kind.
Während die Kaffeemaschine arbeitete, machte ich mich fertig. Ich sprang schnell unter die Dusche und zog mich an, wobei ich sanft meinen Hinterkopf und die darauf vorzufindende Beule begutachtete. Sie war zwar ziemlich groß und auch schmerzhaft, aber da ich keine Anzeichen von Schwindel oder Übelkeit hatte, dachte ich, ich war in Ordnung.
Nachdem ich meinen Kaffee getrunken sowie eine Schüssel Müsli gefrühstückt hatte, fühlte ich mich fit, für meinen kleinen Ausflug. Also verließ ich meine Wohnung und ging zu meinem Auto, um zum Reitstall zu fahren.
Ich hatte auf der Fahrt ein ziemlich ungutes Gefühl, was mein Vorhaben anging. Ob es klug wäre alleine mit De Niro zu dem Tunnel zu reiten? Ich war schon oft alleine mit ihm ausreiten, aber nachdem er gestern so seltsam war, bekam ich schon einige Bedenken. Vor Allem auch wegen des Nebels der aufkam. Aber ich hatte keine Wahl, ich musste einfach wissen, was das gestern für ein seltsames Licht gewesen ist.
Ich parkte bei einem Spielplatz, der etwa 500 Meter vom Stall entfernt lag und ging den Rest des Weges zu Fuß, weil ich nicht wollte, dass Herr Storm sah, dass ich beim Pferd war. Als ich länger darüber nachdachte, merkte ich, dass das eigentlich nicht nötig war, denn spätestens, wenn er die Pferde füttert würde er merken, dass De Niro nicht in seiner Box steht. Aber das würde ich klären, wenn ich wieder zurück bin, obwohl ich hoffte, ihm aus dem Weg gehen zu können.
So ein Glück, es ist noch niemand hier und Herr Storm schläft wohl auch noch. Ich sollte De Niro so schnell wie möglich fertig machen, dachte ich, als ich beim Reitstall ankam. Beim Betreten der Stallungen fingen die Pferde an zu wiehern, „Psst! Seid ruhig, es gibt noch kein Futter.“ Ich schnappte mir das Sattelzeug und eine Bürste und machte De Niro schnell fertig, um schnell das Gelände verlassen zu können.
Nach einem 20 Minuten Ritt war ich kurz vor dem Tunnel von gestern und stieg ab. Ich würde nach dem, was gestern passiert ist mit Sicherheit nicht dorthin reiten. Als ich De Niro die Zügel über den Kopf streifte wurde er ziemlich unruhig und stupste mich mit der Nase an als wolle er mir sagen „Das kann doch nicht dein Ernst sein, Sarah! Lass uns bitte umkehren.“ Ich legte ihm beruhigend die Hand auf die Stirn „Hey, es passiert schon nichts. Das ist nur ein Tunnel, nichts wovor man Angst haben muss. Jetzt komm, ich will wissen, was das gestern war.“ Er leistete keinen Widerstand mehr, ging jedoch so dicht neben mir, dass ich dachte er trete mir gleich auf die Füße.
Ich suchte den Tunnel ab, um etwas zu finden, woher das Licht hätte kommen können, konnte aber nichts finden. Der Nebel wurde immer dichter, war aber zum Glück nur knöcheltief, was nicht sehr hilfreich war, wenn man etwas suchte, was mit ziemlicher Gewissheit auf dem Boden lag. Wenigstens würde ich auf dem Rückweg sehen, wo ich lang reite, wenn der Nebel nur am Boden war.
Ich ging noch mal von der anderen Seite in den Tunnel, da ich auch gestern von der Seite kam, als ich das Licht sah und versuchte mich zu erinnern, wo genau es gewesen ist. Auf dem Weg dort hin kniff ich meine Augen fast ganz zu, in der Hoffnung dadurch besser sehen zu können. „Ich glaube ich gebe auf, vielleicht war es ja tatsächlich nur eine Taschenlampe.“ Sagte ich enttäuscht. „Immerhin ist das Licht auch gestern verschwunden, wahrscheinlich ist die Batterie leer gegangen.“ Ich wollte gerade weitergehen und den Heimweg antreten, als ich mich noch einmal umdrehte und zu dem anderen Ausgang des Tunnels guckte. Ich dachte, ich hatte Stimmen gehört. Warum sollten da auch keine Leute sein, okay es war noch früh, sehr früh sogar, aber der Tunnel gehörte zu einem sehr beliebten Wanderweg. Vielleicht waren die von der Polizei, die auszubildenden Polizisten sind immer schon früh zum Joggen unterwegs. Mein Instinkt sagte mir jedoch etwas anderes. Gefahr! „Ich glaube Vanessa hat Recht, ich habe einfach zu viel Fantasie… ich steige mich nur wieder in etwas herein, was gar nicht da ist!“
Als ich mich umdrehte um wieder auf De Niro aufzusteigen, nahm ich flüchtig in den Augenwinkeln das Licht wahr, nachdem ich die ganze Zeit gesucht hatte. An der Wand, wo ein kleiner Bach fließt, sah ich es schließlich. Das seltsame eisblaue Licht. Ich stieg über die Absperrung und griff nach dem, was auch immer das Licht verursachte, was nicht gerade einfach war, wenn man in einer Hand die Zügel eines Pferdes hält, dass so schnell wie möglich hier weg will. War er so beunruhigt, weil er eben meine Angst gespürt hatte? Oder hatte er denselben Instinkt? So oder so, ich sollte mich wirklich beeilen. Also machte ich mich so lang wie möglich, konnte das Objekt meines Interesses aus dem Wasser fischen, stieg über die Absperrung wieder zurück und auf De Niro.
Dann sah ich zu meiner Hand, während ich De Niro den Weg nach Hause antreten ließ, wobei ich ihm ordentlich zurückhalten musste, damit er im Schritt blieb. Selbst in meiner Hand leuchtete es, ich öffnete meine Hand und was ich sah war ein eisblauer Stein, es musste ein Edelstein sein und er hatte einen seltsamen Schliff. Die Form konnte ich jedoch nicht erkennen, weil mein Pferd nicht stillhielt.
Eine Sekunde später machte er jedoch eine Vollbremsung und blieb, wie angewurzelt stehen. Jeder Muskel seines Körpers war angespannt und vibrierte mich dem Schlag seines Herzens, der auch als zweiter Herzschlag durch meinen Körper zu schlagen schien. Als ich aufblickte, war ich so geschockt, dass auch mein Puls immer schneller wurde. Wir waren umkreist von Gestalten in dunklen Umhängen. Wie war das möglich? Sie schienen aus dem Nichts gekommen zu sein.
„Du hast da etwas, was uns gehört!“ hörte ich eine Stimme neben mir. Ich drehte mich um und blickte in das Gesicht einer Frau. Sie hatte ihre Kapuze abgenommen und starrte mich mit einem höhnischen Grinsen an, welches mich so gleich erschauern ließ. Ihr Haar war feuerrot und sie hatte eine Narbe, die schräg von oben nach unten über ihr Gesicht lief. Trotz der Narbe war sie wunderschön, die Narbe wirkte sogar sehr ästhetisch, was sich sicherlich seltsam anhört. Ich konnte es mir auch nicht erklären. Sie schien sich zu verändern, wirkte wie ein klarer Bach in einem Gebirge, der gerade seiner Quelle entsprungen war. Und gleichzeitig, wie ein tiefer Ozean, der dich zu verschlucken droht.
Ja, sie wäre eine wunderschöne Frau gewesen, wenn ihr kalter und hasserfüllter Blick nicht alles Schöne aus ihrem Gesicht verbannen würde und einer Härte Platz machte, die ich zuvor noch nie in einem Gesicht sah.
„Ich sagte, du hast da etwas, was uns gehört! Und wir möchten es gerne zurück haben!“ sagte sie mit ihrem spöttischen Lächeln. Das war jedoch keine Bitte, es war eine eiskalte Drohung, wie mir mein Instinkt klarmachte. Ich würde nie zögern, eine Fundsache seinem rechtmäßigen Besitzer wiederzugeben, aber diese Situation kam mir falsch vor. Irgendwoher wusste ich, dass der Stein nicht ihnen gehörte, dass sie ihn nie bekommen dürfen.
„Es tut mir Leid, aber ich weiß nicht wovon Sie reden? Ich habe niemandem etwas weggenommen.“ Erwiderte ich mit zitternder Stimme.
Ihr Lächeln würde noch breiter und ihr Gesicht verzog sich zu einer hässlichen Grimasse. Sie fuhr in einem Ton fort der so gezwungen freundlich war, dass es mich erschaudern ließ. „Du hast etwas gefunden, was nicht dir gehört und es trotzdem an dich genommen. Wir haben es gesehen, du hast es in deine Jackentasche gesteckt.“ Ihr Lächeln erstarb, als ich nicht antwortete und wich einem kalten, todernsten Blick und dann sagte sie wütend und nach meinem Geschmack eine Spur zu dramatisch und laut „Wir wollen den Stein! Gib ihn uns jetzt sofort, oder du wirst es bitter bereuen!“
Oh mein Gott, wie bin ich hier nur reingeraten. Es gibt sicher eine ganz simple Erklärung dafür. Ich habe mich wohl stärker verletzt, als ich dachte. Wenn halluziniere muss es wirklich ernst sein. Ich seufzte „Ich hatte wohl wirklich zum Arzt gehen sollen!“ sagte ich leise zu mir selbst. „Das werde ich so schnell, wie möglich nachholen. Ich reite einfach nach Hause und fahr zum Arzt.“
„Wenn du uns nicht sofort den Stein gibst, wirst du keinen Arzt mehr brauchen.“ Sagte die Halluzination mit den roten Haaren und kam langsam auf mich zu. Mit jedem Schritt den sie näher kam wurde der Stein in meiner Tasche immer schwerer. Nein! Das war nicht der Stein, das war nur mein Kopf. Mittlerweile setzt wohl auch der Schwindel ein, und Kreislaufschwäche. Obwohl ich ehrlich gedacht hätte, dass man erst die körperlichen Beschwerden wahrnimmt, bevor man verrückt wird.
Am liebsten hätte ich hysterisch losgelacht, aber als die Frau neben mir stand konnte ich kaum noch atmen. Sie war groß, ich saß selbst auf einem großen Pferd und trotzdem hatte ich das Gefühl zu ihr aufzublicken, solch eine Überlegenheit strahlte sich aus. Ich versuchte mich weiter aufzurichten, aber sackte bei dem Versuch nur noch stärker zusammen und musste nach Luft schnappen. Ich fasste mir an den Hals, es fühlte sich an, als würde ich gewürgt werden, aber da war nichts. Ich weiß nicht, wie lange ich das noch aushalten würde und dachte schon daran, wie Leid es mir tat, dass ich Vanessa angelogen hatte. Was wäre, wenn das Letzte, was ich zu ihr sagte bevor ich starb, eine Lüge war? Ich biss mir auf die Unterlippe, bis sie blutete, um den Schmerz den anderen Gedanken zu vertreiben. Und dann kratzte die Rothaarige sanft mit ihren langen Fingernägeln über mein Bein, ich bekam sofort eine Gänsehaut am ganzen Körper. Es tat nicht weh, es war nur sehr unangenehm. Sie kam mit ihrem Gesicht immer dichter, bevor es direkt vor meinem war. Mein Kopf lag vor Kraftlosigkeit auf De Niros Hals, ich konnte meine Augen kaum noch offen halten.
Warum nahmen sie sich den Stein nicht einfach, in meinem Zustand hätte ich mich nicht wehren können, was wohl nicht einmal was gebracht hätte, wenn ich nicht so erschöpft gewesen wäre. Ich war allein und um mich herum stand eine Gruppe von 10 Leuten.
„Süße, kleine Sarah“ hörte ich eine sarkastische und düstere Stimme an meinem Ohr, als ich plötzlich einen stechenden Schmerz in meinem Bein wahrnahm, ich war zu erschöpft, um zu gucken, was los war, aber ich war mir ohnehin sicher, dass sich soeben 5 lange Krallen in mein Bein gebohrt hatten, die um ein vielfaches länger geworden waren. „Tu uns allen und vor allem dir einen Gefallen und gibt uns das Artefakt!“ sagte die Frau zu mir bevor, sie sich mit einem angewiderten Blick von meinem Gesicht entfernte, ihre Krallen jedoch nicht aus meinem Bein herauszog.
Als ich der Ohnmacht nahe war spürte ich, wie die Fingernägel aus meinem Bein herausgezogen wurden, oder eher herausgerissen. Ich schlug meine Augen auf und sah gerade noch, wie die Rothaarige zurückgeschleudert wurde und auf dem Boden landete. Ich bekam wieder Luft und war auch sonst wieder bei Sinnen, war der Stein gerade heiß geworden oder bildete ich mir das nur ein?
Keine Zeit nachzudenken, ich sollte so schnell, wie möglich hier abhauen! De Niro war wohl derselben Meinung, er scharrte schon ungeduldig, also trieb ich ihn an und er galoppierte los so schnell er konnte. Ein Glück, dass wir beide das Gelände hier gut kannten, denn ich war noch nicht wieder ruhig genug, um ihn an jedem Baum, Ast oder Sonstigem vorbeizulenken.
Hinter mir hörte ich einen Pfiff, ich drehte mich um und sah, wie aus dem nichts 5 Pferde auftauchten. Ein Teil der Gruppe sprang auf die galoppierenden Pferde auf und folgte mir. Das war der Punkt an dem ich meine volle Konzentration zurück hatte. Wenn ich jetzt keinen kühlen Kopf bewahren konnte hätte ich ein großes Problem.
Ich lenkte De Niro geschickt um die Wege und überlegte, wie ich den 5 Reitern entkommen konnte. Zurück zum Reitstall konnte ich mit Sicherheit nicht, ich kann andere nicht mit in meine Angelegenheiten reinziehen… aber war der Stein überhaupt meine Angelegenheit? Ich galoppierte gerade einen Berg herunter, als ich mir eine Idee kam. Das Wasser.
Wenn ich dem Weg folgte, würde ich zum See kommen und da wäre ich im Vorteil. Als ich unten am Wanderweg ankam trieb ich De Niro so stark an, wie ich nur konnte. Dadurch, dass ich leichte Umwege in Kauf genommen hatte, weil die Wege besser waren, hatte ich bereits genug Vorsprung gewonnen, um meinen Plan auszuführen… das hoffte ich zumindest. Ich ritt zu der Bucht und ins Wasser und ritt dabei in einem großen Bogen um die Vertiefung, die sich kurz hinter dem Einritt befand. Auf der Sandbank blieb ich nun stehen. De Niro war schweißnass und schäumte am ganzen Körper. „Ganz ruhig, wir haben es fast geschafft, ich bring dich sicher nach Hause. Es tut mir so unendlich leid, dass ich nicht auf dich gehört habe.“
Er schnaubte, und wieherte leise, als ob er mir verzeihen würde.
Ich konnte noch hören, wie die Frau schrie „Reitet weiter, wir haben sie gleich. Sie sitzt in der Falle!“ So sehr ich auch befürchtet hatte, dass sie meinen Plan durchschauten, so sehr brachte mich ihre Aussage dazu mir langsam sicher zu sein, dass er gelingen würde, denn in der Falle saß ich mit Sicherheit nicht. Falls mein Plan nicht funktioniert, würde ich einfach weiter fliehen, hoffentlich war das nicht nötig!
Die Reiter stießen einen lauten Schrei aus, als sie auf mich zu kamen und zur Sicherheit, ließ ich De Niro noch ein Stück rückwärts gehen. Die Reiter nahmen den direkten Weg zu mir, wie auch schon zuvor im Wald, darauf hatte ich mich verlassen. Kaum waren die Pferde 5 Meter im Wasser, liefen sie direkt in die Vertiefung. Alle 5 gingen dort unter, um vor Wut rasend wieder aufzutauchen, doch so lange wollte ich nicht warten. Ich ritt um das Schilf herum, aus dem Wasser heraus und auf direktem Weg zurück zum Reitstall, ohne an Geschwindigkeit zu verlieren, oder mich umzusehen.
Auch wenn ich sagte, ich möchte Herrn Storm nicht erklären, warum ich um eine solch unverschämte Zeit und mit meiner Verletzung reiten war und dass sogar allein und im Gelände, hoffte ich nun, dass er da war. Ich hoffte, dass er da war und mich ausschimpfte und mir einen stundenlangen Vortrag hielt, wie unvernünftig das war.
Als ich auf den Hof ritt… okay: Als ich im rasenden Galopp auf den Hof kam, rannte Herr Storm bereits aus dem Haus, und hinterher Vanessa und 2 Polizisten.
Ein Glück, ich bin in Sicherheit, das gibt ordentlich Ärger! Und dafür war ich unendlich dankbar.





3.

Ich ließ De Niro in den Schritt fallen, er atmete noch immer stark von unserer Flucht und sein Körper war bedeckt von Schweiß. „Sarah, was ist bloß in dich gefahren!“ schrie Herr Storm mir zu, als er auf mich zuhetzte. Und dann sah er zu De Niro „Mein Gott… das arme Pferd. Vanessa, bitte kümmere dich um De Niro. Am besten führst du ihn einige Male um den Hof, damit er sich beruhigt. Und leg ihm eine Decke auf!“ Vanessa nickte stumm und ging zu mir, damit sie ihn mir abnehmen konnte. Ich stieg ab, um ihn ihr zu übergeben. Dabei schwankte ich ein wenig, da auch ich vollkommen erschöpft war. Vanessa stützte mich kurz und warf mir einen besorgten, aber auch vorwurfsvollen Blick zu. Als ich sie fragend ansah sagte sie „Herr Storm hat mich aus der Schule geholt, als er merkte, dass De Niro weg war. Er dachte, ich wüsste vielleicht am Besten wo du bist. Wir wollten uns gerade auf den Weg machen, um dich zu suchen. Die Polizisten sind kurz bevor du kamst eingetroffen und wir mussten ihnen erst noch die Situation erklären. Als ob wir wüssten was los war.“
Herr Storm kam ungeduldig auf uns zu und legte Vanessa die Hand auf die Schulter „Vanessa, das Pferd!“ Sagte er in einem Ton, der deutlich zeigte, dass er verärgert war. Sie warf ihm einen kurzen Blick zu und ging mit De Niro in Richtung Stall, um ihn einzudecken. Dann wandte er sich mir zu „Und wir sollten ins Haus gehen, ich denke es gibt da so einiges, über das wir sprechen sollten.“
Ohne ein weiteres Wort drehte er sich um und ging zu dem großen Haus, das zum Hof gehörte. Die Polizisten deuteten mir ihm zu folgen und schlossen sich mir an, als ich mich auf den Weg machte. Eigentlich sollte ich mich unwohl fühlen, angesichts dessen, dass ich gleich befragt werden würde und keinen blassen Schlimmer hatte, was ich sagen sollte. Im Moment fühlte ich mich jedoch einfach nur sicher –umgeben von Menschen, gleich in einem sicheren Haus, bewacht von zwei großen Deutschen Schäferhunden. Ja, hier konnte mir nichts passieren.
Als wir uns in einen großen Raum begaben und uns setzten, stürzte Katrin herein, Herr Storms Frau. Sie war eine unglaublich liebe Person, ein Mensch der Sorte, die man einfach nur gern haben konnte.
„Sarah, Liebes! Ein Glück, du bist wohlauf! Wir haben uns solche Sorgen gemacht.“ Sagte sie mit ihrer schrillen Stimme und zog mich in eine liebevolle Umarmung.
„Kind, du bist ganz blass. Warte kurz, ich hole Tee und etwas Gebäck. Und Sie denken nicht einmal daran, das arme Mädchen ja nicht mit Fragen überhäufen, bevor sie sich etwas gestärkt hat.“ Sagte sie zu den beiden Polizeibeamten und drohte ihnen mit dem Zeigefinger, woraufhin die beiden sich stirnrunzelnd ansahen, bis einer der beiden mit den Schultern zuckte und sich weiter im Sessel zurücklehnte.
„Wie Sie wünschen!“ sagte er. Es schien ihn nicht weiter zu stören, wie Katrin mit ihnen gesprochen hatte, aber andererseits hatte ich nicht den Eindruck, dass er die kleine Frau sehr ernst genommen hatte, wie sie dort stand und ihnen beiden drohte.
Katrin gab sich mit der Geste des Polizisten zufrieden und verließ den Raum, um einige Minuten später mit einem mit Tee, Kaffee und Gebäck beladenen Rolltisch wiederzukommen. Wir alle aßen einige Kekse und ich trank den Tee, den Katrin mir gegeben hatte, nachdem sie eine Extraportion Zucker hineingefüllt hatte. Sie sorgte sich wirklich um mich und bei diesem Gedanken wurde mir ganz warm ums Herz, obwohl meine Gewissensbisse wegen meiner Aktion am Morgen dadurch verschlimmert wurden.
Langsam fühlte ich mich wieder gestärkt und ich hatte wahrscheinlich auch wieder mehr Farbe im Gesicht, weshalb mich der Polizist, der sich nun wieder Kerzengerade hinsetzte, auch sogleich befragte.
„So, dann sagen Sie uns doch endlich, was passiert ist, damit wir wissen, ob die Polizei in diesem Fall von Nöten ist.“ Ich überlegte, was ich ihm erzählen sollte, die Wahrheit? Dann würde er mich sicher für verrückt halten, ich kann die Geschichte ja selbst kaum glauben. Schon bei der Sache mit dem leuchtenden Stein, dem Artefakt, wie die Rothaarige ihn nannte, würde die Geschichte unglaubwürdig klingen. Ich hatte so ein Gefühl, dass ich den Stein nicht erwähnen sollte. Bei dem Gedanken fiel mir auf, dass ich ihn die ganze Zeit in meiner Jackentasche umklammerte. Und das war auch dem zweiten Polizisten nicht entgangen, der auf meine Jackentasche starrte und auf dessen Stirn sich langsam eine Denkfalte ausbreitete. „Marco!“ sagte er knapp, lehnte sich zu seinem Kollegen im Sessel hinüber und tuschelte ihm etwas ins Ohr, wobei dieser die Agen misstrauisch zusammenzog.
„Sarah?“ sagte Katrin sanft.
„Möchtest du den netten Polizisten nicht erzählen, was heute passiert ist?“ Ich begann meine Gedanken zu ordnen „Doch, natürlich“ erwiderte ich.
„Aber ich würde vorher gerne noch einmal ins Bad“, sagte ich und wand mich dem Polizisten zu, der Marco hieß, wobei ich bereits aufstand.
„Wenn es ihnen nichts ausmacht.“
„Nein, gehen sie ruhig“ sagte er und stand ebenfalls auf „Aber wollen Sie ihre Jacke nicht hier lassen? Es ist doch ziemlich warm hier drinnen. Der nette Herr hängt sie sicher gerne für Sie auf.“ Dabei zeigte er auf Herrn Storm.
„Nein, danke.“ Erwiderte ich.
„Mir ist nicht warm.“ Die Polizisten sahen mich nun ungläubig und misstrauisch an, bis Herr Storm sagte „Das ist sicher nur der Stress. Nun geh, Sarah. Aber beeil dich bitte.“
„Das tue ich, bis gleich.“ Sagte ich und ging in Richtung Bad, wobei ich meine rechte Hand wie schon vorhin an meinen Oberschenkel presste, um die Wunde zu verbergen und die linke dazu zwang, den Stein loszulassen und entspannt an meiner Seite hängen ließ.
Im Bad angelangt suchte ich einen Ort, wo ich den Stein verstecken konnte. Er musste sicher sein, auch falls einer der Beamten den Raum später überprüfen würde, wovon ich ausging, bei den Blicken, die sie mir gerade zugeworfen hatten. Nach einigem Überlegen schnappte ich mir einen Müllbeutel aus dem Schrank und wickelte den Stein darin ein. Seltsam… er hatte aufgehört zu leuchten. Da ich mich beeilen musste, damit niemand misstrauisch wurde bzw. um das Misstrauen nicht noch zu verstärken, entschied ich mich dafür die Mülltüte mit dem Stein im Spülkasten der Toilette zu verstecken. Vielleicht nicht das beste Versteck, aber etwas Besseres war hier nicht zu finden. Ich wusch mir noch den Dreck von der Verfolgungsjagd aus dem Gesicht und reinigte die Wunde am Bein. Aber ich brauchte eine Ausrede dafür, dass meine Hand die ganze Zeit krampfhaft in der Tasche gewesen ist. Deshalb ging ich zurück zum Schrank und nahm mir die Nagelschere heraus, die ich zuvor darin gesehen hatte. Ich nahm ein Handtuch zwischen die Zähne und fügte mir mit der Schere einen langen Schnitt in der Handinnenfläche zu. Ich bin doch verrückt geworden! Warum tue ich mir das an und sag nicht einfach die Wahrheit? Nein, dafür ist es jetzt zu spät.
Ich nahm das Handtuch aus dem Mund und rubbelte damit auf meiner Wunde am Bein herum, um diese zu öffnen, nachdem ich sie vorher so vorsichtig gereinigt hatte, damit es nicht wieder anfing zu bluten. Hoffentlich funktioniert das.
Zurück bei den Anderen verhielt ich mich wie zuvor, die eine Hand in der Jackentasche, die andere am Bein. „Es tut mir Leid, dass ich Sie habe warten lassen.“ Sagte ich, bevor ich mich setzte.
„Ich werde Ihnen natürlich alles erzählen.“ Marco kniff die Augen leicht zusammen, als ich ein breites Lächeln aufsetzte. Dann öffnete er sie wieder. Ich hoffte, meine Wunde an der Hand sah nicht mehr allzu frisch aus, denn wenn ich länger warten würde, wäre es noch weniger glaubwürdig.
„Es scheint dir wieder gut zu gehen, meine Liebe.“ Sagte Katrin glücklich.
„Ja, nachdem ich mich gewaschen habe, kann ich meine Gedanken wieder ordnen. Das frische Wasser hat sehr gut getan, aber ich befürchte ich bräuchte etwas Verbandszeug.“ Alle sahen mich verdutzt an, ich hatte meine Wunde wohl sehr gut versteckt. Also zeigte ich nun die Wunden an meinem Oberschenkel.
„Kind, wo hast du diese Verletzungen her?“ Fragte mich Herr Storm entsetzt.
„Das erzähle ich Ihnen gleich, ich war wohl nicht vorsichtig genug, beim Waschen und die Wunden sind wieder aufgegangen. Aber ich möchte ihre Möbel nicht vollbluten, deshalb sollten sie vielleicht erst verbunden werden.“
Ich hörte nur ein kurzes „Okay“ von Katrin, bevor sie losrannte. Im Augenwinkel sah ich, wie dieser Marco wieder auf meine Jackentasche sah. Ich bemühte mich, nur auf die Storms zu achten und nahm langsam die Hand aus der Jackentasche.
„Moment noch!“ sagte ich schnell und Katrin drehte sich wieder zu mir um. Ich öffnete meine linke Hand und zeigte die Wunde, die ich mir gerade zugefügt hatte.
„Für meine Hand brauche ich auch Verbandszeug.“ Katrin schlug sich erschrocken die Hand vor den Mund, dann nickte sie kurz und rannte wieder los.
„In der Zwischenzeit könnten sie doch schon mit ihrer Aussage anfangen.“ Sagte Polizist Nummer 2, er schien nicht mehr sehr misstrauisch, eher enttäuscht. Was hatte er denn bitteschön gehofft in meiner Jacke zu finden? Ein Blick zu Marco zeigte mir, dass er mir die Sache zwar nicht so richtig abkaufte, aber es schien ihn auch nicht weiter zu interessieren.
„Natürlich!“ sagte ich freundlich, woraufhin ich aber zusammenzuckte, als Katrin, die inzwischen wieder da war, meine Wunden mit Desinfektionsmittel reinigte.
„Gestern war ich mit meiner Freundin Vanessa ausreiten. Als wir bei einem Tunnel ankamen, scheute mein Pferd und ich fiel herunter. Ich weiß, dass es unverantwortlich war, aber ich wollte heute gleich wieder dorthin, um herauszufinden, was los war. Mein Pferd scheut sonst nie, müssen Sie wissen.“
„Und warum mussten Sie das so früh am morgen erledigen?“
„Nun ja… ich war mir ziemlich sicher, dass Herr Storm mich davon abhalten würde, er hätte mir heute nicht erlaubt auszureiten, da ich mich gestern am Kopf verletzt hatte. Ich habe mein Auto extra eine Straße vorher stehen lassen, damit ihm möglichst spät auffällt, dass ich im Stall war.“ Ich sah Herrn Storm schuldbewusst an.
„Als ich bei dem Tunnel ankam war da eine Art Gang, die mich verfolgt hatte. Einige von ihnen hatten Pferde und als ich schneller geritten bin wurden auch sie schneller und mir wurde bewusst, dass sie mich verfolgten.“ Nun spürte ich, wie Katrin den Verband um meine Hand etwas zu stramm zog, als sie über das erschrak, was ich gesagt hatte.
„Ich wusste nicht, ob sie nur Spaß machten, oder ob sie mir ernsthaft etwas tun wollten, aber ich wollte es nicht darauf ankommen lassen es rauszufinden. Ich bin also losgaloppiert und versuchte Abstand zu gewinnen, was mir auch gelangt. Ich kenn den Wald sehr gut und als ich in der Nähe des Sees was kam mir die Idee, wie ich die Gang vielleicht loswerden konnte. Ich ritt zum Wasser und lockte sie in eine Vertiefung im Wasser, wo sie alle reingeritten sind. Dann bin ich sofort hierhin weitergeritten.“
Ich hoffte ich habe genug verraten, dass sie mir glauben, aber der Polizist Marco zeigte auf meine Hand und fragte „Was ist mit den Verletzungen, wie haben sie sich die zugezogen?“
„Einmal konnten sie mich umkreisen“, das war alles nur halb gelogen sagte ich mir, um mich zu beruhigen. Im Grunde erzählte ich ja auch fast die Wahrheit, ich ließ nur einiges weg und veränderte dafür etwas anderes.
„Da wurde ich von einer Frau mit einem Messer angegriffen, dabei wurde meine Hand verletzt… wo meine Wunden am Bein herkommen weiß ich selber nicht genau. Ich habe sie in der Panik, die ich bei meiner Flucht hatte erst bemerkt, als ich kurz vor dem Hof war. Aber zu der Frau kann ich Ihnen etwas sagen. Sie hat feuerrotes lockiges Haar und eine lange Narbe im Gesicht. Ein Gesicht, das man nicht so schnell vergisst, vielleicht hat sie ja irgendjemand mal gesehen.“
„Wir werden uns darum kümmern.“ Erwiderte der Polizist.
„Wenn wir etwas Neues oder weitere Fragen haben melden wir uns wieder. Guten Tag.“ Sagte er noch knapp und die beiden verließen das Haus.

Ich wollte erneut ins Bad gehen, weil ich den Stein wiederholen wollte, als Vanessa das Haus betrat.
„Ist hier irgendwas passiert, was ich wissen sollte? Die Polizisten schienen nicht sehr glücklich zu sein, als sie gegangen sind. Ist etwa nichts Interessantes passiert und sie waren vergebens hier?“ fragte sie keck.
„Nichts passiert?“ entgegnete Herr Storm.
„Sarah wurde von irgendwelchen Gestalten angegriffen, da ist die Bezeichnung nichts passiert nicht gerade angemessen. Wie geht’s…“ Vanessa schnitt ihm das Wort ab.
„De Niro ist wieder ganz ruhig und topfit. Keine Sorge Herr Storm, ich habe mich gut um ihn gekümmert. Aber ich glaube nun ist Sarah dran, ich sollte sie nach Hause fahren, denn ich glaube nicht, dass sie im Moment im Stande ist zu fahren, sie hat sicher einen Schock.“
„Das ist eine gute Idee.“ Erwiderte ich
„Aber vorher würde ich gerne noch einmal ins Bad.“
Herr Storm sah mich prüfend an, wahrscheinlich weil ich gerade erst vor einigen Minuten im Bad gewesen bin. Irgendwie hatte ich das Gefühl, die Polizisten waren nicht die Einzigen, die mir meine Geschichte nicht ganz geglaubt haben.
„Zu viel Kaffee!“ sagte ich und ging los ohne die Antwort abzuwarten, die seinem Gesichtsausdruck nach schon in Planung war. Das ist das Witzige an Herr Storm, es ist ihm immer deutlich anzusehen, wenn er vorhat etwas zu sagen. Er bekommt dann immer eine Denkfalte zwischen den Augen und hält sein Mund ganz schief, als ob das dabei helfen würde eine gute Antwort zu finden.
Auf meinem Weg hörte ich noch, wie er irgendetwas zu Vanessa sagte, aber für mich war der Tag schon lang genug und ich wollte nur noch nach Hause. Im Bad öffnete ich den Spülkasten und holte die Tüte mit dem Stein heraus. Ich überlegte, wo ich den Stein hinstecken sollte, ohne dass es auffällt und entschied mich dafür, ihn in meinem BH zu verstecken. Das war meiner Meinung nach ein sehr gutes Versteck, denn da ich heute schon so früh draußen war trug ich einen weiten Pullover. Es würde nicht auffallen, wenn dort eine Ausbeulung wäre.
Der Stein war kalt zwischen meinen Brüsten und ich hatte das ständige Bedürfnis, ihn woanders hinzustecken, aber da ich wieder bei den Anderen war, kam das nicht in Frage.
„Ich denke dann können wir jetzt los.“ Sagte Vanessa und wir verabschiedeten uns von den Storms, wobei mir nicht der Blick entging, den Herr Storm Vanessa zuwarf. Das war ein typischer denk-an-was-ich-dir-gesagt-hab-Blick. Katrin warf mir währenddessen einen Blick zu mit dem sie sich für das Verhalten ihres Ehemannes entschuldigte.







4.

„Okay, ich möchte jetzt endlich wissen was passiert ist. Was meinte Herr Storm damit, du wärest angegriffen worden?“ Sagte Vanessa.
„Erst verrätst du mir, was ihr vorhin abgemacht habt, als ich weg war.“
„Wir haben gar nicht abgemacht, er hat mir nur gesagt, dass er glaubt, du hast nicht die ganze Geschichte erzählt und dass er hofft du würdest mir alles erzählen.“
„Und er möchte, dass du ihm dann alles berichtest?“
„Nein. Er macht sich doch nur Sorgen. Er hat mich gebeten sicher zu gehen, dass nichts wirklich Schlimmes vorgefallen ist und dich wenn nötig zu überzeugen noch einmal ganz offiziell zur Polizei zu gehen.“
„Das wird mit Sicherheit nicht nötig sein.“ Sagte ich, war mir aber nicht sicher, ob Vanessa das genauso sehen würde.
Ich erzählte ihr was passierte und diesmal ließ ich nichts aus und veränderte auch nichts. Mich jedem Wort, das ich von mir gab, breitete sich mehr Entsetzen auf Vanessas Gesicht aus.
„Sarah! Warum hast du ihr den Stein nicht gegeben, dann wären die sicher wieder gegangen ohne dir etwas zu tun.“
„Da wäre ich mir nicht so sicher.“ entgegnete ich.
„Und außerdem hatte ich dieses Gefühl, dass diese Leute den Stein nicht in ihre Hände bekommen dürfen.“
„Das sagtest du bereits, aber was hast du damit zu tun, es ist nicht deine Angelegenheit, der Stein gehört nicht dir. Bitte, bring ihn doch einfach wieder dorthin, wo du ihn gefunden hast. Lass uns das alles einfach vergessen, es geht keinen von uns was an.“ Sie sah mich flehend an, doch dieser Bitte konnte ich doch nicht nachkommen, oder?
„Doch, ich denke mich geht es sehr wohl etwas an. Seit dem Augenblick wo ich mir den Stein nahm. Und die Frau schien es genauso zu sehen, was wenn ich ihr noch einmal begegne? Glaubst du, wenn ich sage ich habe den Stein zurückgebracht lässt sie mich in Ruhe? Wohl kaum.“
Vanessas flehender Blick nahm an Intensität zu und Sorge mischte sich mit hinein. Daraufhin verdrehte ich genervt die Augen, gab jedoch auf
„Ich denke darüber nach. Erst mal werde ich eine Nacht darüber schlafen, heute möchte ich ohnehin nicht mehr rausgehen.“ Vanessa sprang triumphierend auf und lief in Richtung meiner Kochnische.
„Katrin hat mir vorhin gesagt, ich soll dir noch was Schönes zu Essen machen. Hmm, was hättest du denn gerne?“ Sie suchte meine Schränke nach Zutaten ab.
„Das ist nicht nötig, ich kann mir nachher…“
„Keine Widerrede!“ schnitt sie mir das Wort ab.
„Wie wäre es mit Spaghetti? Schnell, einfach und lecker.“ Sie strahlte mich an und zeigte ihr mein Einverständnis, indem ich mit dem Kopf nickte.
„Wir sollen morgen in Deutsch Kurzreferate halten, Frau Rado meint sie braucht noch mehr Noten für die Zeugnisse. Jeder soll etwas über einen Autoren erzählen, dich hat sie für Goethe eingeteilt.“
„Für Goethe? Aber über den gibt es so viel. Warum kann ich einen weniger bekannten nehmen, über den man nichts weiß? Ich habe heute wirklich keine Lust mehr ein Referat vorzubereiten, auch wenn es nur ein kurzes sein soll!“
Vanessa drehte sich kurz zu mir um und grinste breit.
„Tja, meine Liebe, wer lieber alleine und zu unverschämten Zeiten in den Wald reitet, um komische Dinge zu suchen, hat selbst Schuld und muss nehmen was übrig bleibt. Was ist eigentlich mit dem Stein?“ Sie trug die fertigen Spaghetti und die Soße zu dem Tisch an dem ich saß. Ich guckte sie fragend an, weil ich nicht wusste was genau sie mit ihrer Frage meinte.
„Ich meine wo hast du ihn? Du hast ihn doch noch, wen ich dich richtig verstanden habe.“
Den hatte ich doch tatsächlich fasst vergessen. Ich lachte kurz auf und Vanessa guckte mich seltsam an
„Was ist an der Frage jetzt so lustig?“ Ich versuchte mich zusammenzureißen.
„Das!“ sagte ich und griff mit der Hand unter meinen Pullover, um den Stein aus seinem Versteck hervorzuholen. Dann fing auch Vanessa an zu lachen.
„Du hast den Stein in deinem BH versteckt?“
„Ja.“ sagte ich gedehnt.
„Auf die Schnelle ist mir kein besseres Versteck eingefallen. Ich dachte da guckt keiner nach. Und das stimmt doch auch, ich hätte ihn immerhin selbst fast vergessen.“
Ich hielt den Stein in meiner rechten Hand, er hatte mittlerweile meine Körpertemperatur erreicht gehabt. Irgendwie hatte ich das seltsame Gefühl er würde im Rhythmus meines Herzens pulsieren, aber das lag wohl nur daran, dass ich ihn mit meiner Hand so fest umschlossen hielt, dass ich meinen eigenen Puls deutlicher spürte.
„Worauf wartest du noch?“ fragte Vanessa.
„Es wird Zeit ihn genau unter die Lupe zu nehmen. Es interessiert mich schon sehr, was daran so besonders sein soll, dass du den Verstand verlierst und diese komischen Typen dich angreifen.“
„Hey! Ich hab nicht den Verstand verloren!“ sagte ich ihr und machte eine kurze Pause.
„Aber auch ich bin sehr daran interessiert, was es mit dem Stein auf sich hat.“ Vanessa schien sich an das Essen zu erinnern.
„Aber zuerst wird gegessen! Nicht das mein 5 Sterne Menü kalt wird.“ Sie sprang auf und holte zwei Teller und Besteck. Ich steckte den Stein in meine Hosentasche und als Vanessa sich wieder gesetzt hatte, machten wir uns daran die Nudeln aufzuessen.
Nachdem wir gegessen hatten und uns dabei über das blöde Kurzreferat in Deutsch aufgeregt haben– ich meine, ist es etwa unsere Schuld, dass Frau Rado sich nicht früher Gedanken darüber gemacht hat, dass ihr vielleicht noch ein Paar Noten fehlen- räumten wir den Tisch ab und ich holte erneut den Stein hervor. Wir setzten uns wieder an den Tisch und ich legte ihn auf die Tischplatte. Das war das erste Mal, dass ich mir den Stein ansah. Als ich ihn fand bemerkte ich lediglich, dass er einen besonderen Schliff hatte und später kam ich nicht mehr dazu ihn mir anzusehen. Er war wundervoll. Ein eisblauer Edelstein, ein Diamant. Seine Form war fantastisch, er hatte die Form einer Kugel, bis hier hin hörte es sich nicht besonders an, ich weiß, aber um die Kugel herum war eine Art Drachenkörper, der sich zwei Mal um den Stein herum wandte. Der Drache biss sich selbst in die Schwanzspitze.
Vanessa fand ihre Sprache vor mir wieder.
„Wow, das ist unglaublich! Ich denke damit ist die Frage, warum diese Typen den Stein haben wollten geklärt. Zum Einen ist es ein wirklich wertvoller Edelstein- keine Ahnung was für einer, aber er sieht sehr wertvoll aus.“
„Ein Diamant.“ Sagte ich ihr.
„Danke, ein Diamant also. Und zum Anderen ist er mit diesem Schliff wohl sogar noch sehr viel mehr wert. Damit sind wir auch schon beim nächsten Punkt: du solltest ihn der Polizei übergeben.“ Das waren genau die Worte, die ich nicht hören wollte, aber erwartet hatte. Vanessa bemerkte das anscheinend sofort.
„Sarah, schau ihn dir an! Der wurde sicher irgendwo gestohlen und dann bei dem Tunnel versteckt. Du läufst hier mit Diebesgut herum und ich will nicht wissen wozu die Diebe fähig sind. Es ist am Sichersten für dich, wenn du ihn weg gibst!“
„Ja klar und wenn die mich wieder finden? Was soll ich dann sagen? Ich denke nicht, dass sie mir glauben werden, dass ich den Stein der Polizei gegeben habe.“
„Warum nicht? Das ist genau das, was jede Person tun würde, oder zumindest sollte.“
„Genau und dann werden sie mich loben, dass ich so ein braver Bürger bin und von dannen ziehen.“ erwiderte ich.
„Du gehst halt einfach nicht mehr alleine raus oder weg. Es gibt auch Polizeischutz und diese Frau mit der Narbe sollte auch nicht allzu schwer zu finden sein. Dann werden sie wegen Diebstahl und Körperverletzung verhaftet und alles ist wieder gut.“
„Ich glaube nicht, dass das so einfach ist.“ Das stimmte eigentlich auch, aber der wahre Grund weswegen ich mich weigern wollte zur Polizei zu gehen war, weil ich den Stein nicht weggeben wollte.
„Dann gehst du eben nicht zur Polizei, du kannst ihn auch einfach dorthin zurückbringen, wo du ihn gefunden hast. Das wäre fast so, als hättest du ihn nie gefunden. Wenn sie ihn dann finden, ist es nicht unser Problem. Das geht uns nichts an.“
„Aber ich habe dir doch gesagt, dass…“
„…dass es dich was angeht, seit du den Stein in die Hand genommen hast, ich weiß. Daher machen wir genau das rückgängig.“ Ich wusste, dass es keinen Sinn hatte weiter mit ihr zu diskutieren. Und daher gab ich nach, in gewisser Weise.
„Ich denke darüber nach, ich habe es doch schon gesagt.“
„Das stimmt, aber da wussten wir noch nicht, wie wertvoll der Stein ist. Die Situation hat sich geändert.“
„Nicht für mich. Ich bleib dabei, morgen entscheide ich, was ich mache. Im Moment interessiert mich was Anderes.“ sagte ich und deutete wieder auf den Stein.
„Denkst du der Schliff hat etwas zu bedeuten?“ fragte ich Vanessa.
„Es sieht aus als wäre es eine Art Symbol.“
„Da muss ich dir Recht geben, vielleicht ist es das.“ Und damit war auch Vanessas Neugier geweckt, auch wenn sie sich sichtlich unwohl dabei fühlte etwas über ein Objekt herausfinden zu wollen, dass sie eigentlich schnellstmöglich loswerden wollte. Doch nun sah sie mich an und fragte
„Google?“ Zur Bestätigung grinste ich und holte meinen Laptop.
Wir wurden sehr schnell fündig, es schien als wäre es sogar ein sehr bekanntes Symbol.
„Uróboros oder Ouroboros.“ Begann Vanessa vorzulesen.
„Die Schlange, die sich selbst in den Schwanz beißt, oftmals auch als Drachen dargestellt. Er hat anscheinend sehr viele Bedeutungen. In der Religion, als Mythos bis hin zur Alchemie. Hier steht er symbolisiert den Urzustand der Welt bevor sie entstand, wo noch alles möglich war.
Er bezieht sich also auf alles, damals Ungetrenntes: Tod und Leben, Licht und Finsternis, männlich und weiblich.
Ist wohl sowas ähnliches, wie das Yin und Yan Zeichen.
Die Schlange, die sich selbst vom Schwanz auffrisst und sich somit selbst tötet, während sie sich auf der anderen Seite zugleich zum Leben erweckt ist in vielen Mythologien und Kulten zu finden.
Hier steht noch etwas zum Kreislauf der Zeit, als altägyptisches Symbol.“ Sie suchte weiter nach der Bedeutung in der Alchemie.
„Die Alchemie verwendete ihn ebenfalls als Symbol, die Verschmelzung von Anfang und Ende. Er ist das Symbol für die Prima Materia, die Materie ohne Form. Die Materie, das Mögliche ist hier der Gegensatz zur Form, der Wirklichkeit. Es ist die Ursubstanz, der Ausgangsstoff, zur Herstellung des Steins der Weisen.
Der Stein der Weisen ist die Substanz mit der man Blei in Gold verwandeln könne. In Verbindung mit Rotwein solle er zum „Trinkbaren Gold“ werden, das eine lebensverlängernde Wirkung habe. Außerdem sollte er es ermöglichen Homunkuli, künstliche Menschen herzustellen.
Wow, das hört sich irgendwie eklig an.“
Diese Informationen mussten wir erst mal verarbeiten. Es waren viele verschiedene Bedeutungen, auch wenn sie im Grunde sehr ähnlich waren.
„Diese Prima Materia hört sich spannend an.“ sagte ich.
„Materie ohne Form. Das hört sich für mich irgendwie beängstigend an, das erinnert mich an Geister.“ Vanessa verdrehte die Augen.
„Du schon wieder mit deiner Fantasie, so was wie Geister gibt es nicht, genauso wenig wie den Stein der Weisen oder Drachen. Aber fantasier ruhig weiter rum, ich muss langsam nach Hause, wir haben beide noch ein Referat zu halten, nicht vergessen.“
„Danke, dass du mich daran erinnern musst, ich habe gerade meinen Kopf mit Wissenschaft vollgepumpt und dann soll ich noch ein Referat vorbereiten? Das hält mein Kopf nicht aus.“ Sagte ich übertrieben dramatisch und mimte auf dem Sofa den sterbenden Schwan. Vanessa warf mir lachend ein Kissen an den Kopf und ich brachte sie noch raus.

Als ich wieder alleine in meiner Wohnung war wurde ich wieder ernst. Denn eine Sache haben Vanessa und ich bei unserer Recherche über den Stein ignoriert: Das Leuchten. Ich dachte einige Zeit darüber nach und versuchte mich genau daran zu erinnern, wann der Stein geleuchtet hatte.
Das war an dem Tag des Ausrittes, als De Niro scheute, als ich ihn suchte und ich Schritte hörte und als die Rothaarige mich bedrohte. Er leuchtete immer dann, wenn ich auf irgendeine Weise in Gefahr war. Das hört sich unglaublich an und ich konnte es auch nicht erklären, aber das war es, was ich als Grund für das Leuchten festlegte.

Ich sammelte meine Gedanken und machte mich an die Arbeit für mein Referat über Goethe. Eigentlich interessierte ich mich nicht für die großen Autoren der vergangenen Epochen, aber bei der Recherche über Goethe sollte ich mein blaues Wunder erleben. Glaubt ihr an Zufälle oder an das Schicksal? Ich wusste persönlich nie woran ich eher glaube, aber das was ich fand schritt meines Erachtens deutlich über die Grenzen des Zufalls hinaus. Ich fand heraus, dass Goethe ein Mann war, der sich sehr für die Wissenschaft interessierte, was ja an sich nichts großartiges wäre, ich meine für mich nichts großartiges, weil mich das nicht sonderlich interessierte. Doch dann stieß ich auf Faust II, eines von Goethes Werken. Hier gebraucht Goethe das Bild des Homunculus. Es ist jedoch kein physisches Wesen sondern eine Art Lichtwesen, welches in einer Phiole erzeugt wurde. Ich ließ mir den Ausschnitt mit der Beschreibung des Humunculus durch:



Er ist, wie ich von ihm vernommen,
Gar wundersam nur halb zur Welt gekommen:
Ihm fehlt es nicht an geistigen Eigenschaften,
Doch gar zu sehr am Greiflich-Tüchtighaften.
Bis jetzt gibt ihm das Glas allein Gewicht;
Doch wär er gern zunächst verkörperlicht

Und auch der Stein der Weisen ist Teil seines Buches. In Goethes Faust II wird der Kohlenstoff als wahrer Stein der Weisen gedeutet. Schon wieder ein Zufall? Dachte ich und machte mir langsam klar, dass ich wohl endgültig aufhören sollte an den Zufall zu glauben. Warum? Der Stein den ich gefunden habe. Es ist ein Diamant, Kohlenstoff.
Bei der Verwendung des Steins der Weisen erzählt Goethe von einem hellen weißen Licht, das von dem Kohlenstoff ausgeht. War es möglich, dass mein Stein vielleicht… nein, das wäre Unsinn. Ich hatte doch nicht den Stein der Weisen gefunden. Das war unmöglich, so etwas gibt es nicht.



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Zuletzt von coboldt am Sa Mai 08, 2010 10:31 pm bearbeitet; insgesamt 4-mal bearbeitet
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Re: Limbus

Beitrag von Avaríe am Sa März 13, 2010 4:07 pm

Habe gerade schon ein wenig angefangen zu lesen, bin jedoch noch nicht sehr weit (ok, bin auch grad etwas im Stress Laughing ), aber ich hab eine Frage vorweg - das ist jetzt schon das Drehbuch? Oder willst das dann noch zum Drehbuch umformen? Denn für ein Drehbuch wäre das ja jetzt von der Herangehensweise bzw der Verschriftlichung ja total falsch oder willst du's erst wie ein normales Buch schreiben? Very Happy
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Re: Limbus

Beitrag von Aiyana am Sa März 13, 2010 5:35 pm

So, ich habe fertig! Laughing

Als allererstes möchte ich sagen, dass mir die Grundidee sehr gefällt und das ich sie auch spannend finde. Besonders der Stein macht mich neugierig! Very Happy

Nun zu der Geschichte: ich finde, dass du stellenweise wirklich gut beschrieben hast und man sich da dann auch gut in die Situation hinein versetzen konnte. Allerdings hast du hie und da aber auch Stellen, wo alles ein wenig zu schnell geht. So würde ich beispielsweise die erste Szene vor dem Tunnel weiter ausschreiben, um mehr Spannung aufzubauen. Oder die Szene, wo Sarah den Stein findet und ihn sich greift.. hier würde ich das Unterfangen auch etwas spannender machen, zB in dem ausrutscht, im Nebel herumtasten muss etc.

Was die Form betrifft muss ich Heike recht geben. Wenn das bereits das Drehbuch ist, ist die Form nicht richtig. Wenn das allerdings erstmal nur die Geschichte ist, dann passt das alles so (bis auf die Erwähnung, dass die Kamera zur Seite schwenkt) Very Happy

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Re: Limbus

Beitrag von coboldt am Sa März 13, 2010 5:40 pm

Bisher ist es normal als Buch geschrieben, natürlich bis auf das Schwenken der Kamera. Ich schreibe das erst später als Drehbuch, da man bei einem Drehbuch nicht alle Gedanken festhalten kann.
Im Drehbuch schreiben habe ich auch schon mehr Erfahrung, ich hab schon eine Herr der Ringe Parodie geschrieben und mit den Mädels von Reiten aufgeführt.

qAiyana Vielen Dank, daran werde ich denken, wenn ich es überarbeite
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Re: Limbus

Beitrag von coboldt am So März 14, 2010 3:53 pm

Eine kleine Anfangsszizze, einer Szene später in der Geschichte

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Re: Limbus

Beitrag von Avaríe am Mi März 17, 2010 7:09 pm

Was ist denn das für ne gruselig-böse guckende Tante da?! Laughing

Erstmal kurze Anmerkung:

„Herr Storm hat mich aus der Schule geholt, als er merkte, dass De Niro weg. <- ich glaube, da fehlt ein Wort Very Happy

Gut, wunderbar, ich war nur erst ziemlich perplex, weil du Drehbuch meintest und das eben ganz und gar nicht danach aussieht Laughing

So und nun zum Eigentlichen.
Ich finde die Idee richtig gut und ich hab schon so einige Fragen, die sich mir stellen - woher kennt die Tante da Sarahs Namen? Und warum haben die den Stein nicht vorher schon gefunden da, waren ejtzt aber so mir nichts dir nichts ganz plötzlich da?

Ansonsten kann ich dem Ganzen nur beipflichten, dass es manchmal ein wenig flott geht oder zumindest kam es mir so vor - Auch die Szene mit der "Gang" da, sie ist an sich ganz gut, aber ich finde, dem fehlt noch das gewisse Etwas, dass das ganze noch bedrohlicher wirken lässt. Spontan fallen mir keine guten Beispiele ein sondern nur so ein Mist wie bedrohliches "Knurren" von Seiten der anderen, dreckiges höhnisches Lachen nach einem extrem miesen oder bedrohlichen Kommentar der Narbe-Frau, irgendwie so etwas, damit man die Bedrohung noch mehr realisiert. Smile
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Re: Limbus

Beitrag von coboldt am Mi März 17, 2010 7:31 pm

Ok, super, vielen Dank dafür. Stimmt, da fehlt ein Wort *ups* ich sollte das langsam mal Korrekturlesen. Ich hab das noch nicht einmal gelesen, bisher nur aufgeschrieben.

Haha, die sieht etwas böser aus, als beabsichtigt, das ändert sich aber, wenn der HG erst dazukommt und ich das am PC coloriert habe. hoffe ich jedenfalls
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Re: Limbus

Beitrag von coboldt am Mi Apr 07, 2010 11:30 am

So, ich habe jetzt das neue 4. Kapitel mit angehängt, das Dritte habe ich noch etwas verlängert und am Anfang habe ich noch etwas verändert, aber noch nicht viel. Mit anderen Worten fast nichts xD
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Re: Limbus

Beitrag von Aiyana am Do Apr 08, 2010 8:02 pm

Nachdem ich gestern nicht mehr dazu kam, alles durchzulesen, habe ich das jetzt nachgeholt.

Die Geschichte ist auf jeden Fall sehr spannend und auch dein Schreibstil gefällt mir gut.
Bei dem Polizisten ist mir jedoch aufgefallen, dass du im Dialog nicht immer passend schreibst. Beispiel: "In der Zwischenzeit könnten sie doch schon mit ihrer Story anfangen." Ich glaube nicht, dass der Polizist "Story" sagen würden, das wäre schon sehr untypisch und würde eher für einem coolen Zivilpolizisten passen, aber nicht zu den Uniformierten. Smile

Oh und hier ist ein Wörtchen auf dem Weg ins Forum verloren gegangen Laughing
"Warum kann ich einen weniger bekannten nehmen, über den man nichts weiß?"

Ansonsten gefällt mir alles sehr gut. Vielleicht solltest du aber während eines Dialogs mehr Absätze verwenden, das erleichtert das lesen. Very Happy

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Re: Limbus

Beitrag von coboldt am Do Apr 08, 2010 9:08 pm

Okay, vielen Dank.
Das mit den Absätzen sollte ich wirklich machen
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Re: Limbus

Beitrag von coboldt am Do Mai 27, 2010 5:15 pm

Hier nun die bisherige Geschichte alf Pdf -Datei, ist langsam zu viel, um das normal zu posten
http://rapidshare.com/files/392195992/Limbus.pdf.html
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Re: Limbus

Beitrag von coboldt am Di Jun 15, 2010 4:29 pm

So, hier ist der Link zu meinem Trailer für die Bewerbung, ich habe das Video auf privat gestellt, damit man es nur sehen kann, wenn man den Link dazu hat, mehr sollte ich nicht tun, bevor ich mehr weiß. Ich habs heut morgen losgeschickt

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Re: Limbus

Beitrag von Aiyana am Di Jun 15, 2010 7:30 pm

Ich würde dir ja sehr gerne etwas zu deinem Trailer sagen, aber wenn ich auf den Link klicke kommt nur: Dieses Video enthält Content von Sony Music Entertainment. Es ist in deinem Land nicht mehr verfügbar. Sad

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Re: Limbus

Beitrag von coboldt am Di Jun 15, 2010 7:33 pm

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Re: Limbus

Beitrag von Aiyana am Di Jun 15, 2010 7:44 pm

Das kannst du laut sagen - das nervt mich bald jeden Tag! Rolling Eyes

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Re: Limbus

Beitrag von coboldt am Mi Jun 16, 2010 8:45 pm

Neuer Versuch, das ist jetzt ein Link über einen Proxy Server, der müsste funktionieren: Limbus , auf diese Weise aber leider nicht mehr in HD
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coboldt
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Re: Limbus

Beitrag von coboldt am Do Jun 17, 2010 4:17 pm

Hier sind die Outtakes die funktionieren auf jeden Fall xD diese neue Einstellung für die privaten Videos ist echt praktisch
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Re: Limbus

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