Das Tal - Season 1.1 Das Spiel

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Das Tal - Season 1.1 Das Spiel

Beitrag von Aiyana am Mi Sep 01, 2010 8:46 pm

Das Spiel von Krystyna Kuhn


Wertung
Spannung Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven
Handlung Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven
Emotionen Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven
Sprache Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven
Welt Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven


Inhalt
Eine Woche, nachdem das neue Schuljahr begonnen hat, kommen Julia und ihr jüngerer Bruder Robert auf dem Grace, ein Elitecollege für Hochbegabte, an. Mitten in den Bergen Kanadas, umgeben von Bäumen wohin das Auge reicht, werden die beiden von nun an, gemeinsam mit ihren Mitstudenten, leben und lernen. Müde von der langen Anreise sind die Geschwister froh, als sie endlich in ihre Appartements einziehen und sich schlafen legen können. Doch von Erholung keine Spur – Julia wollte das Schlafen einfach nicht gelingen und als dann schließlich ein markerschütternder Schrei durch den Wohnflügel zu ihr dringt, ist alle Bemühung nach Ruhe verschwunden. Einer Vorahnung folgend läuft sie ein Stockwerk tiefer zu den Schlafräumen der Jungen. Die neugierigen Gaffer ignorierend geht sie ins Zimmer zu ihrem Bruder, den Ursprung dieses Schreis. Nachdem sie ihn geweckt hat und er sich ein wenig beruhigen konnte, offenbart er seiner Schwester ein Gefühl, das ihn plagt – das Gefühl, dass dieser Ort böse ist.
Langsam finden die Geschwister Anschluss auf der Schule und durch die wenige Zeit, die ihnen auf Grund des intensiven Lernpensums bleibt, gelingt es ihnen von Tag zu Tag besser, die Vergangenheit auszublenden. Doch ganz hinter sich lassen kann Julia das Geschehene nicht, denn irgendjemand an diesem College scheint mehr über sie und ihr bisheriges Leben zu wissen, ein Geheimnis, dessen Inhalt nur sie und Robert wissen dürfen. In der ständigen Angst lebend, jemand könnte hinter eben dieses Geheimnis gekommen sein bzw kommen, kann Julia keine innere Ruhe finden.
Als die Freshmen des Colleges zu einer Party im Bootshaus gehen, sieht Robert vom Steg aus, wie ein Mädchen von einem Felsen in den See springt und nicht mehr auftaucht. Um ihr zur Hilfe zu eilen springt er hinterher, doch kurz vor dem Ziel schwinden seine Kräfte. Nur mit der Hilfe von David, ebenfalls Freshmen des Colleges, kann er aus dem Wasser ans Ufer gelangen, doch das Mädchen bleibt verschwunden. Als er den anderen erzählt, was er gesehen hat, will ihm niemand glauben – selbst Julia weiß nicht, was sie von der Geschichte halten soll. Nachdem Robert am nächsten Tag zum Dean gerufen wird, der ihn und Julia davon in Kenntnis setzt, dass einer ihrer Mitschülerinnen verschwunden ist, macht Robert sich an des Rätsels Lösung. Nicht nur, um den anderen und seiner Schwester zu beweisen, dass er sich das Mädchen nicht eingebildet hat, sondern auch, um in seinem Kopf wieder für Ordnung zu sorgen …


Anmerkung zum Buch
Bücher gibt es wie Sand am Meer - ob einfühlsam und romantisch, nur so voll Fantasie strotzend, humorvoll, spannungsgeladen, oder auch alles in einem. Einige von ihnen sind geschaffen für die gemütlichen Stunden auf dem Sofa, in denen man ein paar Kapitel liest und schließlich zufrieden und verträumt ins Bett verschwindet. Anderen wurde die Fähigkeit eingehaucht, nicht mehr aus der Hand gelegt werden zu können, ganz egal, wie spät es ist, egal, wie müde die Augen bereits sind. Diese Bücher lassen sich in einem Wort sehr treffend beschreiben: Pageturner! Der Auftakt der neuen Reihe von Krystyna Kuhn, Das Tal Season 1.1 – Das Spiel, reiht sich ohne Wenn und Aber in eben diese Kategorie ein.

Ein College mitten im Nirgendwo, umgeben von Bäumen soweit das Auge reicht, Geheimnisse, die niemand erfahren darf und ein See, dessen Tiefen jedem ein Mysterium zu sein scheint – das ist es, was den Leser in diesem Buch erwartet. Bereits auf den ersten paar Seiten beginnt die Autorin damit, ein Netz aus Geheimnissen und Rätseln zu spinnen und setzt den Leser direkt in Hochspannung. Die düstere Umgebung, die Krystyna Kuhn das gesamte Buch über immer wieder beschreibt und einem so nahe bringt, versetzt den Leser in die richtige Stimmung, um den Jugendthriller in vollen Zügen genießen zu können. Doch auch die kleinen Stückchen, die einem immer wieder, beinahe völlig nebenbei, vorgeworfen werden, sorgen für jede Menge Spannung. Von Seite zu Seite steigt die Neugier, das Bedürfnis, das Rätsel zu knacken und wie ein Schwamm saugt man jede noch so kleine Information in sich auf, dreht sie hin und her und muss schließlich erkennen, dass sie immer noch nicht ausreicht, weil irgendein neuer Aspekt dazugekommen ist, der all die Ideen wieder über den Haufen wirft.
In der dritten Person erhält der Leser Einblick in die Geschichte. Während wir Größtenteils Julia begleiten und die Dinge mit ihren Augen sehen, kommt ihr Bruder Robert nicht zu kurz. Ganz Mathematiker zerlegt er die Geschehnisse in ihre Einzelteile, analysiert sie, betrachtet sie logisch und schafft so nicht nur für sich selbst, sondern auch für den Leser ein bisschen Ordnung. Ein angenehmer Schreibstil und eine lockere Wortwahl machen es leicht, den verschiedenen Geschehnissen zu folgen ohne das Gefühl zu bekommen, eine Verschnaufpause zu benötigen.

Wie die gesamte Handlung sind auch die Charaktere ein Buch mit sieben Siegeln. Man erhascht hier und da einen kleinen, flüchtigen Blick hinter ihre Fassaden und doch wirken sie nicht unnahbar. Ganz im Gegenteil, im Rahmen dieser Geschichte, dieser Umgebung und den Umständen wirken sie völlig authentisch und man hat nicht das Gefühl, sie nur vom Weiten aus zu beobachten. Der Leser weiß, dass Julia und Robert ein Geheimnis haben, er weiß auch, dass ihre Mitschüler etwas zu verbergen versuchen. Durch die Unruhe, die Julia als Hauptcharakter ausstrahlt, durch ihr gehetztes Verhalten, dieses ständige Gefühl, verfolgt zu werden, bekommt der Leser jedoch ein gutes Gefühl dafür, wie es hinter ihrer Fassade aussieht, ohne, dass sie einen direkten Blick gewährt. Genauso verhält es sich mit ihrem Bruder, dessen sensibles Gespür immer wieder neue Fragen aufwirft. Mit Hilfe seiner analytischen Denkweise gestattet er uns dennoch, ihn ein wenig besser kennenzulernen und seine Handlungen nachzuvollziehen. Doch auch die Nebencharaktere entpuppen sich hier als sehr interessant. Der Leser begegnet ihnen mit Julias Hilfe, sieht sie durch ihre Augen, die voll von Misstrauen sind und so liegt es nicht fern, dass auch wir ihnen gegenüber Skepsis an den Tag legen. Rätselhafte Bemerkungen, Verhaltensmuster oder auch vorbildliches Verhalten schüren den Argwohn nur noch zusätzlich in einem Umfeld, in dem niemandem getraut werden kann.

Wenngleich Krystyna Kuhn das scheinbar Größte aller Rätsel auflöst, bleiben nach dem Ende des Buches noch eine Menge Fragen offen, die dem Leser keine Ermittlungspause lassen und doch sorgt sie zusätzlich noch für einen extra gemeinen Cliffhanger, indem sie uns auf der letzten Seite vor ein weiteres Rätsel stellt.


Fazit
Das Tal Season 1.1 – Das Spiel erweist sich als spannungsgeladenes Lesevergnügen vom Feinsten. Nur gut, dass die Fortsetzungen im 3-Monatstakt erscheinen, denn die Neugier, mit der die Autorin den Leser zurücklässt, ist immens!

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