[Arkadien 1] Arkadien erwacht

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[Arkadien 1] Arkadien erwacht

Beitrag von Kiala am Sa Mai 15, 2010 12:59 am

Arkadien erwacht von Kai Meyer


Wertung:
Spannung
Handlung
Emotionen
Sprache
Humor
Welt

Inhalt:
Die siebzehnjährige Rosa Alcantara kommt ein Jahr nach einem, für sie schockierendem Erlebnis, nach Sizilien, auf den Guten Rat ihrer Schwester Zoe. Verbittert über dieses Ereigniss, stiehlt sie immer wieder Sachen die für sie keinen Wert haben, nur um selber immer alles unter Kontrolle zu haben, niemals wieder will sie diese verlieren.
Schon im Flugzeug von Rom nach Sizilien, macht sie, durch einen Zwischenfall mit einer Stewardess, Bekanntschaft mit dem, ein paar Monate älteren Alessandro Carnevare. Dort weiß sie aber noch nicht, dass die ihre beiden Familien, die Alcantaras und die Carnevares schon seit Generationen Feinde sind, aber durch einen Konkordat in einem Waffenstillstand leben, was die beiden aber nicht davon aufhält sich näher kennen zu lernen.
Auf Sizilien angekommen wird sie von ihrer strengen Tante Florinda, dem Oberhaupt der Familie Alcantara, in die Obhut genommen. Trotz der Warnungen Florindas, treffen sich Alessandro und Rosa weiterhin. Als Alessandro sie auf einem Schiff, die Gaia, zu seiner Privatinsel, wo er mit ein paar Freunden feiern will, mitnehmen will, geht sie natürlich mit. Alessandro erzählt ihr alles über die arkadischen Dynastien, über das was in den Alcantaras, Carnevares und vielen anderen Clans, schlummert, etwas nicht Menschliches.
Bis sie den wahren Grund erfährt warum er sie auf die Insel mitnimmt, nämlich zu seinem Schutz, den die Carnevare Familie droht zusammen zu brechen und Alessandro ist in Gefahr. Auf der Insel erkunden sie das Schloss der Carnevare auf Informationen. Unerwarteter weiße treffen sie aber dort auf ein Mädchen namens Iole, die dort festgehalten wird. Rosa gibt ihr ein Versprechen, was sie aber an diesem Tag noch nicht halten kann. Von da an müssen sie sehr genau auf ihre Schritte achten, aber der Feind scheint ihnen immer einem Schritt voraus.
Als Rosa mit der Freundin ihrer Schwester, einen Ausflug durch die Stadt macht, werden sie hinterrücks angegriffen. Alessandros Cousine kommt dabei um und alles läuft drauf hin das Rosa geschossen hat, somit wäre der Konkordat gebrochen und zwischen den Familien kann wieder offen Zwietracht herrschen, von da an beginnt die Jagd auf Rosa, den nicht nur die Canevare wollen sie, auch die Polizei und der Boss der Bosse, der Mafia. Und was hat es mit diesem Foto auf sich, das Panther und Schlange ineinander verschlungen zeigt?

Anmerkung zum Buch:
Arkadien erwacht ist ein sehr tolles Buch mit einer tollen Geschichte, die von Menschen handelt die sich in allerlei Tierarten verwandeln können, man könnte dieses Buch ein wenig mit dem von Nina Blazon, Schattenauge, vergleichen, da dort auch die Pantheras eine Rolle spielen. Die Idee an sich finde ich immer wieder schön. Nur das dieses Erlebnis für viele immer schrecklich dargestellt wird kann ich nicht ganz nachvollziehen, aber um das zu verstehen muss man selber erst mal sowas erleben. Das die Wölfe wieder mal als „böse“ Geschöpfe dargestellt werden, find ich ein wenig falsch, aber das kommt immer auf die Sicht der Geschichte an.
Das Buch ist sehr schön gestalten, mit diesen herzförmigem Zeichen an jedem neuen Kapitel hat es mir das Buch, aber auch allgemein, vom Aussehen echt angetan. Es ist großzügig geschrieben und Kai Meyer hat einen interessanten Schreibstil. Die Kapitel handeln alle aus der Sicht von Rosa, in der 3. Person geschrieben.
Der Anfang und das Ende fesseln einen total, da kann man das Buch kaum aus der Hand legen, aber mitten drin, dachte ich manchmal, „wann geht’s den weiter“. Aber doch ist das Buch eigentlich nicht viel, da die Schrift sehr großzügig ist und die Geschichte sehr schnell handelt, wenn man dran bleibt, ist man schnell durch. Es wird mir im Buch auch viel zu viel erklärt, wie das und das aussieht, ist mir einfach ein wenig zu viel. An den Zwischensequenzen fehlt es dann aber wieder. Wie Rosa von dem Ort zu dem kommt, oder die Gefühle und Reaktionen von ihr oder andern während sie von da nach da kommt, fehlen im Buch, die Kapitel wechseln zu schnell hin und her.
Als Rosa von den arkadischen Dynastien erfährt ist sie sehr leichtgläubig, darüber das sie sich in ein Tier verwandeln kann reagiert sie sehr gelassen.
Rosa ist fast schon ein Liebenswerter Charakter im Buch, ohne sie wäre das Buch gar nichts, mit ihrer trockenen Art oder ihrem manchmal dummen Mut und ihrem eigenen Willen, kann man nur lächeln wenn man wiedermal über eine ihrer Wortgefechte liest. Alessandro genauso, mit seiner liebevollen Art Rosa zu beschützen, dabei aber doch manchmal versehentlich das falsche zu sagen.
Am Anfang der Geschichte bis ungefähr zur Mitte, sitzt man noch sehr im unklaren, warum Rosa eigentlich auf Sizilien ist und der Grund ist das sehr überraschend.
Es steckt eigentlich nicht sehr viel Fantasy darin, aber dafür ist es Ansich schon eine schöne Geschichte, Rosa und Alessandro mitzuerleben wie sie einer Vielzahl von Gegnern entgegen stehen müssen ist schon sehr spannend. Und ich freue mich auch schon auf den zweiten Teil, Arkadien brennt der im September erscheinen wird.

Fazit:
Eine tolle Geschichte die es sich zu lesen gelohnt hat. Mit Rosa und Alessandro lebt und fiebert man sehr schön mit. Auch wenn es manche Schwachstellen hat, ist es doch sehr wert gelesen zu werden.

Eure Meinung zum Buch könnt ihr hier abgeben.

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Re: [Arkadien 1] Arkadien erwacht

Beitrag von Aiyana am So Aug 22, 2010 6:48 pm

Arkadien erwacht von Kai Meyer


Wertung
Spannung Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven
Handlung Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven
Emotionen Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven
Sprache Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven - Like a Star @ heaven
Welt Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven Like a Star @ heaven


Inhalt
Ein Jahr ist bereits vergangen, seit das Schicksal im Leben der 17jährigen Rosa Alcantara zugeschlagen hat, als sie sich dazu entschließt, Brooklyn zu verlassen und ihrer Schwester Zoe nach Sizilien zu folgen – dorthin, wo ihre Wurzeln liegen. Tiefe Wunden hat das vorangegangene Erlebnis bei Rosa hinterlassen, Wunden, die in ihr Angst vor einem Kontrollverlust hervorrufen, die sie dazu verleiten, Risiken einzugehen, um den Situationen Herr zu sein. Als ihr im Flugzeug bei einem Konflikt der junge Alessandro zu Hilfe kommt, ahnt sie noch nicht, wer ihr da tatsächlich gegenüber sitzt. Erst, nachdem Zoe sie über die verfeindeten Verhältnisse zwischen den einzelnen Clans aufklärt, wird Rosa bewusst, dass Alessandro Carnevares zu einer Familie gehört, die bereits seit sehr langer Zeit zu den Feinden der Alcantares zählt. Dennoch nimmt die risikofreudige Rosa seine Einladung, mit ihm und ein paar anderen Teenagern einen Ausflug zur Isola Luna zu machen, an. Auf der Insel angekommen macht Alessandro Rosa das Geständnis, dass er sie zu seinem Schutz eingeladen hat, denn durch das Konkordat, welches besagt, dass kein verfeindeter Clan angegriffen werden darf, gewährleistet ihre Anwesenheit Alessandro, der nach dem Tod seines Vaters an seinem 18. Geburtstag den Clan übernehmen soll, ein gewisses Maß an Sicherheit vor denen, die seinen Tod wollen. Aber nicht nur deshalb ist Rosa mit auf der Insel, nein, sie soll gemeinsam mit Alessandro nach einem Beweis dafür suchen, dass sein Onkel all die Jahre sein eigenes Spiel gespielt hat. Diese sind auch bald gefunden, als sie noch eine weitere Entdeckung machen. Iola, ein 15jähriges Mädchen, die an Ketten gelegt durch das Haus streift, welches für lange Zeit einmal als Gaias Heim diente. Entsetzt darüber versprechen Rosa und Alessandro ihr, sie zu befreien, doch durch einen Zwischenfall will ihnen das an diesem Tag nicht gelingen. Angestachelt durch das Missfallen der eigenen Familie und angezogen von der Gefahr, die Alessandro umgibt, trifft sich Rosa weiterhin mit ihm, nicht ahnend, dass neben den zarten Gefühlen, die sich langsam ihren Weg bahnen, auch ihr eigenes Leben immer mehr in Gefahr gerät ...

Anmerkung zum Buch
Die beiden Namen, die in den weiten des WorldWideWeb bereits oft im Zusammenhang mit „Arkadien erwacht“ gefallen sind, sind Romeo und Julia, und dieser Vergleich ist, bis zu einem gewissen Punkt, durchaus nachvollziehbar. Die Geschichte um die beiden Hauptcharaktere, Rosa und Alessandro, hat tatsächlich ein kleines bisschen was von dem wohl berühmtesten Liebespaar der Welt. Als Sprösslinge zwei verfeindeter Familien finden Rosa und Alessandro sehr zum Missfallen ihrer Angehörigen zueinander und nähern sich an. Doch hier enden auch bereits langsam die Gemeinsamkeiten mit den Charakteren des Dramas aus Shakespeares Feder, denn Kai Meyer hat hier etwas ganz eigenes geschaffen.

Bereits von der ersten Seite an entführt der Autor seine Leser durch seinen flüssigen und zugleich angenehmen Schreibstil in eine Welt, die sowohl faszinierend als auch gefährlich ist. In der dritten Person geschrieben begleiten wir Rosa nach Sizilien, tauchen ein in das Leben der Mafia, werden Teil von Verfolgungsjagden und Zeuge davon, dass in manchen Menschen mehr steckt, als man vermuten mag. Sorgfältig gewählte Worte führen uns in eine Welt mit traumhaften Kulissen, Mythen, Spannung und Gefühle, die sich beim lesen der Zeilen nicht nur bei den Charakteren regen. Schauplätze wie ein antikes Amphitheater, Ruinen einer alten Stadt, oder auch einfach eine nie fertig gestellte Autobahn, deren Atmosphäre und die damit zusammenhängenden Emotionen dem Leser tiefe Gefühle entlocken, verleihen der Geschichte einen ganz besonderen Charme. Kai Meyer hat ein Händchen dafür, was wichtig ist und was lediglich die Sicht aufs Wesentliche verbaut. So passiert es nicht selten, dass wir Rosa nach einer Szene nicht zum unmittelbar darauffolgenden Ort begleiten, sondern direkt zum nächsten Schauplatz geführt werden, wobei der Autor hier darauf achtet, dass diese zeitliche Lücke durch Gedanken ausgefüllt wird.
Im Laufe der Handlung werden wir mit Verrat und Intrigen konfrontiert, zwei Dinge, die für jede Menge Gefahr und damit auch Spannung sorgen. Gleichermaßen durch Mythen, Geschichten und Charakteren spinnt der Autor ein Netz aus Rätsel, welches zu lösen erst nach und nach gelingt. Die Frage danach, wer Freund und wer Feind ist, danach, was hinter der Fassade der Menschen steckt, denen wir hier begegnen, welches Geheimnis die Arkadier so sehr zu hüten versuchen, welche Bedeutung hinter dem Panther und der Schlange steckt und in welche Machenschaften die eigene Familie verwickelt ist begleitet den Leser durch das gesamte Buch. Doch nicht nur die immerwährende Gefahr macht diese Geschichte zu dem, was sie ist, sondern auch die Bindung zwischen Rosa und Alessandro und die phantastischen Elemente, die gemeinsam für eine der schönsten Szenen des gesamten Buches sorgen.

Kai Meyer hat jedoch nicht nur ein Talent dafür, Spannung aufzubauen und wunderschöne Schauplätze zu beschreiben, sondern auch dafür, Charaktere zu formen. Anfangs war ich ein wenig skeptisch, ob ihm das bei Rosa glaubwürdig gelingen würde, denn immerhin finden wir in ihr ein junges Mädchen, welches Schlimmes erlebt hat - doch meine Befürchtungen waren völlig unbegründet. Einfühlsam, so scheint es, hat Kai Meyer Rosa zu dem gemacht, wer sie ist, zu einem Mädchen welches zugleich stark und impulsiv ist, ebenso wie sie auch eine unnahbare Seite und ein blutendes Herz hat. Diese zwei Seiten der Hauptprotagonistin, von denen die Eine zum Teil eine Folge der anderen ist, wurden sensibel und glaubwürdig umgesetzt und lassen Rosa einen Charakter sein, der in einem Umfeld, welches größtenteils aus Machtgier und Hass besteht, authentisch die Suche nach sich selbst antritt.
Doch nicht nur Rosa überzeugt hier auf ganzer Linie, sondern auch Alessandro, welcher ihr männlicher Gegenpart ist. Anders als Rosa ist er mit dem Mafia-Leben aufgewachsen, weiß um die Gefahren dieser Welt und kennt die Spielregeln. Das jedoch hat ihn nicht zu einer Kopie seiner Angehörigen werden lassen, sondern zu jemanden, der, ebenso wie Rosa, zwei Seiten hat. Auf der einen Hand ist er der starke Nachfahre des letzten Capos seines Clans, der um seine Verantwortung den Seinen gegenüber weiß; auf der anderen Hand ist er ein junger Mann, dessen Gewissen und Moralvorstellungen nicht zu dem passen, was von ihm verlangt wird.
Nebencharaktere wie Zoe, Florinda, Cesare, Salvatore Pantaleone, Iole oder auch Fundling, die allesamt einzigartig sind, ihre ganz eigene Art haben zu reden und die Dinge anzugehen, bieten den perfekten Ausgleich zu Rosa und Alessandro. Nicht einer von ihnen ist unwichtig, nachlässig ausgearbeitet, oder gar durchsichtig, sondern jeder einzelne wirft immer wieder neue Fragen auf, die das geheimnisvolle Netz um die Arkadischen Dynastien immer spannender machen.


Fazit
"Arkadien erwacht" ist ein grandioser Auftakt einer neuen Reihe, ein Buch, welches gleichermaßen Spannung verspricht als auch mit Gefühlsreichtum und wunderschönen Schauplätzen überzeugt.

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