Aiyanas "Sternenkrieger"

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Aiyanas "Sternenkrieger"

Beitrag von Aiyana am Di März 23, 2010 10:37 am

Ich habe vor einiger Zeit mal damit angefangen, eine ganze Geschichte zu schreiben. Leider bin ich zur Zeit überhaupt nicht in der Stimmung irgendwie daran weiterzuarbeiten und selbst wenn ich es versuche, fallen mir keine Sätze ein, aber das wird sich hoffentlich bald wieder ändern!

Hier mal eine kurze Beschreibung!

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Gucken sie des Nachts an den Himmel, sehen die Menschen tausende Sterne, doch die geheime Macht, die von ihnen ausgeht, bleibt ihnen verborgen.

Jeden Abend, wenn die Sterne beginnen zu leuchten, fällt das Licht des Sternenbilds „Triangulum“ in jeder Stadt auf einen ganz bestimmten Punkt – dorthin, wo die Rasse der Sternenkrieger ihr zu Hause hat. Von den Menschen nicht als fremde Rasse erkannt, leben sie neben ihnen her und beschützen die Menschheit vor allem Bösen in der Hoffnung, irgendwann zu den Sternen aufzusteigen.
Vor vielen Jahren gab es einmal einen Krieg, bei dem viele Sternenkrieger ihr Leben ließen – so auch Eltern und Freunde von Ilja und Josh- und während die Wunden noch lange nicht verheilt sind, steht schon das nächste Unheil bevor.
Gestaltlos und überaus mächtig zieht das Böse über die Menschen her und nährt sich von deren Hass und ihrer Gleichgültigkeit.
Die Situation ist zu ernst, als das ein paar Sternenkrieger sie alleine bewältigen könnten und so muss jeder Krieger seinen Beitrag leisten, ob er will oder nicht und so müssen auch Ilja und Josh ihre Vergangenheit lassen und gemeinsam kämpfen.
Durch die Visionen des jungen, rebellischen Kriegerschülers Damian -in denen er eine Rose aus Sternenstaub sieht, die so hell leuchtet, wie tausend Sterne zusammen- werden Ilja und Josh auf eine Reise geschickt, von der sie nicht wissen, ob sie erfolgreich sein wird.

*****


Und damit ihr auch direkt etwas mehr zum lesen habt, gibt es für euch noch drei Ausschnitte (nein, Heike, ich habe die "das/dass" Fehler hier noch nicht darin korrigiert (das ist auf dem Lappi, der jetzt mit meinem Männe unterwegs ist xD) Laughing). Zum einen wäre da ein Teil des Prologs (er ist noch nicht fertig, deshalb nur "ein Teil). Er ist aus der Sicht eines Sterns geschrieben.
Darauf folgen dann 2 weitere Szenen, die relativ zu Beginn der Geschichte spielen und einen guten Eindruck der beiden Hauptcharaktere geben. Smile

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Prolog



Obwohl er nun schon seit sehr langer Zeit lediglich als stiller Beobachter aus der Ferne fungierte, ging ihm das, was sich zur Zeit abspielte, sehr nahe. Nach 21 Jahren sollte man meinen, dass der Schmerz der Vergangenheit etwas abgeklungen ist, doch die Tatsache, das er es anders empfand, belehrte ihn eines besseren.
Damals, als er noch einer von ihnen war, als sein Geist noch von einem Körper umhüllt wurde und er den Namen Jeroen trug, gehörte er zu den stolzesten und stärksten Kriegern, die seine Rasse je gesehen hatte. Eigentlich konnte er sich glücklich schätzen, das Ziel jedes Kriegers erreicht zu haben und in die Ewigkeit aufgestiegen zu sein, doch seine Wunden saßen zu tief. Er verfluchte es, hier festzusitzen, wo er doch noch gar nicht fertig gewesen war. So viele Dinge wollte er noch tun, so vieles wollte er noch sagen, doch die Gegenseite hatte andere Pläne mit ihm, duzenden seiner Gefährten und der Menschheit gehabt. Das sich die Geschichte nun wiederholen sollte traf ihn wie ein Schlag. Der Krieger in ihm verzweifelte bei dem Gedanken, tatenlos zusehen zu müssen, wie sich das Unheil ausbreitete und doch blieb ihm keine andere Wahl.
Erneut wagte er einen Blick nach unten und Wehmut machte sich breit. Der Krieg seiner Zeit hatte eindeutig Spuren hinterlassen. Der Zusammenhalt, auf den seine Rasse alles baute, schien zerbrochen zu sein. Die einen Krieger lehnten ihr Erbe ab, andere wurden verhöhnt und wieder andere waren im Glauben, ganz allein die Welt retten zu können.
Niemand von ihnen würde überleben was ihnen noch bevorstand, das wusste er und obwohl es ihre Aufgabe war, die Menschen zu beschützen, galt seine Sorge in erster Linie seinem Blut. Irgendetwas musste er unternehmen, er musste eingreifen, auch, wenn seine Möglichkeiten aus offensichtlichen Gründen sehr beschränkt waren.


Szene 1


Die Sonne ging bereits unter, als Ilja aus ihrem Auto stieg. Vor ihr stand ein zweistöckiges Haus, an dessen Holzfassade die weiße Farbe schon vor einiger Zeit begonnen haben musste abzublättern. Ein paar Bäume, die ihr Blattkleid bereits für den Winter abgelegt hatten, ließen den Anblick erbärmlicher wirken, als er es eigentlich war.
Obwohl das Haus heute heruntergekommen aussah, musste es einst ein wunderschönes Gebäude gewesen sein. Ilja stellte sich vor, wie Kinder in den zwei Türmen, die an jeder Seite des Hauses emporragten, spielten und dabei die Räume mit ihrem fröhlichen Lachen erfüllten. Das muss schon lange her sein, dachte sie und ging die kleine Treppe zur Eingangstür hinauf.
Ilja wusste nicht, was sie erwarten würde und so machte sich ein Anflug von Unbehagen in ihrer Magengegend breit, bevor sie die Bewohner mit dem Türklopfer über ihre Anwesenheit informierte. Nur zu gerne hätte sie auf dem Absatz kehrt gemacht und wäre verschwunden, bevor sie auch nur ein Gesicht sehen musste, dass hinter diesen Wänden auf sie wartete.
Ein untersetzter Mann mit Glatze öffnete ihr die Tür. Er trug ein Holzfällerhemd und eine verwaschene Jeans, die ihn durch ihren weiten Schnitt noch kleiner wirken ließ. Ohne ein Wort zur Begrüßung bat er sie mit in einer Handbewegung ihm zu folgen. Über den herzlichen Empfang zuckte Ilja kaum merklich die Axeln und trat den Weg hinter ihrem Führer an.
Schnell war klar, dass das Haus nicht nur von außen heruntergekommen war. Die Wände waren völlig verdreckt, die Teppiche, die in früheren Jahren mal flauschig und imposant gewesen waren, würden heute nur noch Platz auf einer Müllhalde finden und auch das Mobiliar machte einen jämmerlichen Eindruck.
Ilja und ihr Begleiter gingen einen langen Flur entlang, dessen Dielen sie bei jedem Schritt mit einem Knarren Willkommen hießen. Die Deckenleuchten, die in regelmäßigen Abständen in dem Gang befestigt waren, waren ausgeschaltet; weiße Flecken an den Wänden verrieten, wo einst einmal Bilder gehangen hatten und Spinnweben, die in den Ecken in Fäden herunterhingen, ließen den Flur irgendwie unheimlich wirken. Ein Lichtstrahl, der durch einen Türspalt am Ende des Flurs schien, war die einzige Lichtquelle, die sich ihnen bot.
Iljas Begleiter, der Diener des Hauses, klopfte einmal an die leicht geöffnete Tür und drückte sie -ohne auf eine Antwort zu warten- so weit auf, das sie ungehindert hindurchgehen konnte, bevor er selber den Rückweg antrat.
In Sekundenschnelle verschaffte Ilja sich einen Überblick über den Raum, in dem ihre Vergangenheit auf sie wartete.
Gegenüber von ihr befand sich eine große Fensterfront, vor der ein pompöser Schreibtisch aus Rosenholz stand, dessen Beine mit Sonnen, Monden und Sternen verziert waren. Ilja erinnerte sich an dieses Prachtstück. Während ihrer Kindheit wurde sie oft genug ins Büro des Clanführers gerufen und jedes Mal war dieser Schreibtisch das Einzige gewesen, was einen sicheren Abstand zwischen Manolo und ihr geschaffen hatte. Sie hatte diesem Stück Holz eine Menge zu verdanken, wenn man bedachte, wie sauer Manolo fast immer auf sie war, wenn er sie zu sich gerufen hatte.
Rechts von ihr war ein Kamin in die Wand eingelassen, in dem ein Feuer fröhlich vor sich hin knisterte. Laute Musik -also hörte er immer noch diesen Technomist- erfüllte den Raum. Links befand sich eine große Ledersitzecke mit passenden Sesseln und einem kleinem Tischchen davor. Drei Augenpaare waren auf sie gerichtet: zwei, die bei ihrem Anblick immer größer wurden und eins, das sich in schmale Schlitze verwandelt hatte.
„Ilja“ sagte Schlitzauge und bei dem Klang dieser vertrauten Stimme lief ihr ein kalter Schauer über den Rücken. Er sah noch genauso aus, wie sie ihn in Erinnerung hatte: groß gewachsen, hager, dunkle Haare, die er mit einer halben Tube Gel an den Kopf geklebt hatte, damit seine Naturkrause seine Haare nicht zu Berge stehen ließ. Früher wäre sie jedes Mal bei diesem Anblick schwach geworden, doch jetzt konnte sie sich nur noch fragen, wie sie übersehen konnte, wie schmierig er wirkte.
„Leonard“ entgegnete sie und versuchte dabei, so unberührt zu klingen, wie nur eben möglich.
Ohne den Blick von ihr abzuwenden, stand er in einer einzigen fließenden Bewegung auf und ging auf die Wand zu, an der ein kleiner Getränkewagen stand, auf dem mehrere Flaschen und Gläser platziert waren. „Was ist mit dir passiert, Ilja? Ich hätte dich fast nicht wiedererkannt.“ Irgh, er wirkt nicht nur schmierig, er klingt auch so.
„Ich bin erwachsen geworden, das ist passiert.“
Ein leises Schnauben entwischte Leonard, bevor er sich lächelnd zu ihr umdrehte. „Kann ich dir etwas zu Trinken anbieten?“
„Ich bin nicht hier, um unser Wiedersehen in einer gemütlichen Runde zu feiern, Leonard. Nein, ich möchte nichts trinken.“
„Zu schade.“ sagte er und zog dabei die Worte künstlich in die Länge. Seine Miene verhärtete sich als sich der nächste Satz auf seinen Lippen formte „Wie ich sehe, läufst du immer noch in Kriegerkleidung rum.“
Unwillkürlich schaute Ilja an sich herab. Sie trug eine eng anliegende Hose, dazu eine passende Corsage -beides in Magenta. Die Unterarme und Schienbeine wurden durch silberne Metallschienen geschützt und um das Bild perfekt zu machen trug sie schwarze Stiefel.
„Das liegt daran, das ich noch immer eine Kriegerin bin. Man sollte meinen, das du das langsam mal begriffen hast, Leonard.“
„Du bist keine Kriegerin, du bist eine Hexe. Du hast kein Recht, dich so zu kleiden.“ stieß er hervor und die Kälte in seiner Stimme erinnerte sie an frühere Tage.
Ilja konnte förmlich spüren, wie sich ihre Muskeln anspannten, wie sich ihre Gelassenheit in Rauch auflöste und sich in Wut verwandelte. Sie konnte nur hoffen, das niemand ihr stark pochendes Herz bemerken und somit herausfinden würde, wie sehr sie diese Worte trafen. So viel dazu, dass sie ihre Vergangenheit verarbeitet hatte. „Ich bin eine Sternenkriegerin, so wie du einer bist“ sagte sie mit fester Stimme und fragte sich im Stillen, wieso sie den Drang verspürte, sich zu verteidigen, wo dafür doch überhaupt gar kein Grund bestand.
Leonard brach in schallendes Lachen aus. „Habt ihr das gehört?“ richtete er sich an seine zwei Kumpanen „Sie sei eine Sternkriegerin, so wie ich.“
„Freut mich, dich zu amüsieren, Leonard. Aber um nun mal auf den Grund zu sprechen zu kommen, wegen dem ich hier bin: ihr befindet euch in meiner Stadt -ohne Erlaubnis, wohlgemerkt- und damit verstoßt ihr gegen die Regeln, das weißt du. Ihr habt zwei Tage Zeit, um hier zu verschwinden.“
„Jetzt hat sie völlig den Verstand verloren, Jungs.“ Leonard ging auf Ilja zu. Sie konnte seinen Atem auf ihrer Haut spüren, so nah stand er ihr nun und sie musste sich selber zwingen, nicht zurückzuweichen und ihm damit die Genugtuung zu gönnen, immer noch Gewalt über sie zu haben. Der Geruch, der von seinem Körper ausging ließ ihren Magen verkrampfen und nur mit Mühe gelang es ihr, ein Würgen zu unterdrücken und ihre Emotionen nicht auf ihr Gesicht zu übertragen. „Dies ist die Stadt von Waldemar, Kleines und bei ihm brauche ich mich nicht anzumelden.“ Er beugte sich ein Stückchen vor, so das seine Lippen genau neben ihrem Kopf waren und hauchte mit zuckersüßer Stimme in ihr Ohr. „Also wie wäre es, wenn du jetzt brav nach Hause gehst und dich wie ein artiges, kleines Mädchen ins Bettchen legst? Die Spielstunde ist vorbei.“
Ilja merkte, wie sich die Wut, die sie so mühsam unter Kontrolle gehalten hatte, ihren Weg an die Oberfläche bahnte. Es fühlte sich an wie Säure, die ihr Innerstes verätzte und nur auf einen Weg nach draußen wartete, damit sie ihr Gift versprühen und Ilja verschonen konnte. Ohne nachzudenken konzentrierte sie sich auf die schreckliche Musik, die ihr Gehör schon seit ihrer Ankunft malträtiert hatte, schaltete sie aus, griff in ihren Ausschnitt und beförderte einen Dolch zum Vorschein, dessen Griff mit Rubinen besetzt war, die in Form ihres Sternenbildes angeordnet waren. Mit einem Satz stürzte sie sich auf Leonard, so das dieser nach hinten gedrückt wurde und gegen die Wand knallte. Ilja hielt ihm die Klinge ihres Dolches an den Hals -genau da, wo seine Pulsader so verführerisch pochte- und suchte seinen Blick. Überraschung darüber, das sie ihn überwältigt hatte und Wut darüber, dass sie es gewagt hatte, ihn anzugreifen -sowohl mit Magie, als auch mit einer Waffe-, spiegelten sich in seinen Augen wider.
„Ilja.“ ertönte es hinter ihr und sie hörte die Schritte, die sich ihr näherten. „Was soll denn das? Hör sofort auf damit!“
„Halt dich da raus, Josh“ stieß Ilja hervor. „Und du hörst mir jetzt besser ganz genau zu, Leonard, denn ich werde es nur ein einziges Mal sagen“ presste sie aus zusammengebissenen Zähnen hervor. „Dies ist meine Stadt und mein Clan und an deiner Stelle würde ich meine Aufgabe als Anführer ein wenig ernster nehmen, denn noch einmal werde ich den Arsch deiner Leute nicht retten, wenn sie auf die Schaten meiner Stadt treffen.“
Leonards Gesicht, dass sich nicht schlüssig zu sein schien, ob es eine entsetzte, belustigte oder saure Miene ziehen sollte, beförderte ein amüsiertes und triumphierendes Grinsen auf Iljas Lippen. Sie zog ihren Dolch zurück, steckte ihn wieder in ihre Corsage und drehte sich um. „Es war mir ein Vergnügen, euch wiederzusehen, Josh, Ardiel.“ sagte sie und nach einer gespielten Verbeugung für jeden der beiden ging sie Richtung Tür „Zwei Tage, Leonard“ fügte sie, ohne bei ihren Worten stehenzubleiben und ohne sich noch einmal umzudrehen, hinzu und trat hinaus auf den dunklen Flur.
Schlussendlich war das Haus viel kleiner, als Ilja beim ihrem Gang hinein den Eindruck hatte und so dauerte es nicht lange, bis sie die Haustür hinter sich ins Schloss zog.


Die Nacht war klar und die Sterne funkelten Ilja wie tausend Diamanten entgegen. Sie liebte diesen Anblick. Als Kind hatte sie sich immer eingebildet, dass Gott besonders über sie wachte, wenn er seine Sterne so hell leuchten ließ. Es war, als wollte er ihr sagen, das sie nicht alleine war und dass das Licht alle Schatten vertreibt. Es gab Nächte, an denen sie stundenlang zum Himmel hinauf gesehen und ihre gesamte Hoffnung in die schützenden Hände Gottes und seine Sterne gelegt hatte. Heute glaubte sie nicht mehr daran. Die Sterne waren nur noch Sterne, die mit ihrem Glanz die Nacht schmückten und die Menschen zum träumen verführten. Sie hatten nicht mehr die Kraft über die Schatten und doch ließ sich die Schönheit ihres Anblicks nicht leugnen.
„Ilja, warte mal“. Erschrocken wirbelte Ilja herum. Es war Josh, der sie aus ihren Gedanken riss. Eleganten Schrittes ging er auf sie zu und musterte sie dabei mit dem geschulten Auge eines Kriegers. „Also warst du es gestern.“ sagte er und nachdem sie nichts entgegnete fuhr er fort. „Du hast dich verändert.“
„Soll vorkommen. Was willst du, Josh?“ Desinteresse lag in Iljas Stimme und sie klopfte sich innerlich auf die Schulter, weil sie ihre Gefühle, die ihr vor ein paar Minuten noch entglitten waren, wieder unter Kontrolle hatte.
Bei ihrem Gespräch mit Leonard hatte sie kaum auf Josh geachtet, doch jetzt, wo er direkt vor ihr stand, konnte sie ihre Augen nicht von ihm abwenden. Im Gegensatz zu Leonard hatte sich Josh sehr verändert. Sicher, er war schon früher eine interessante Erscheinung gewesen, doch jetzt war sie beeindruckend. Vor ein paar Jahren noch war er der kühle Kopf hinter Leonard gewesen, der durch seine Selbstsicherheit und seinen Sarkasmus an jedem Finger mindestens zehn Mädchen hatte, die alles für ihn getan hätten. Ihm jedoch waren sie ziemlich egal gewesen. Er genoss die Aufmerksamkeit, die sie ihm gaben und belohnte sie damit, dass sie hin und wieder sein Bett teilen durften, aber mehr hatte er nie für sie übrig gehabt. Ilja hatte sich immer gefragt, wie ein Mädchen so wenig Wert für sich selber empfand, dass sie sich so billig verkaufte und tatenlos dabei zusah, wie sie nach dem „Gebrauch“ wieder in den Schrank zurückgestellt wurde. Sie selber konnte sich nie vorstellen, mit einem Mann ins Bett zu gehen, der keine Gefühle für sie hatte; sich ihm hingeben, obwohl sie wusste, dass sie nur ein weiteres Spielzeug in seiner Sammlung war. Aber vielleicht dachte sie da auch nur falsch. Vielleicht sah sie das alles viel zu ernst. Hieß es nicht, dass man nur einmal lebt und das man alles mitnehmen sollte, was man kriegen kann?
Jeroens ausdrucksloser Blick betrachtete sie einen Moment lang schweigend und Ilja fing schon an zu bezweifeln, dass er ihr noch etwas sagen wollte. „Du weißt, dass er das nicht auf sich sitzen lassen wird, Ilja“ fuhr er schließlich fort und der Klang seiner Stimme spiegelte dabei seinen Blick wider.
Ilja zog eine Augenbraue hoch „Du bist mir nach draußen gefolgt, um mir etwas zu sagen, was ich bereits weiß?“
„Mit Leonard hast du dir den falschen ausgesucht, um Ärger anzufangen, Ilja. Du spielst nicht...“
„Er ist derjenige, der Ärger angefangen hat, indem er sich unbefugt in dieser Stadt aufhält. Du kennst die Regeln, Josh.“ unterbrach sie ihn.
„Leonard wusste nicht, dass Waldemar nicht mehr Clanführer ist.“ sagte er schlicht, als würde das jede Fehlentscheidung entschuldigen.
„Das ist nicht mein Problem.“ war das Einzige, was Ilja darauf antwortete. Sie drehte sich um und ging auf ihren Wagen zu, wobei sie Joshs Blick fest in ihrem Nacken spüren konnte.
„Wir werden nicht gehen.“
Ilja erstarrte in ihrer Bewegung und brauchte einen Augenblick um zu begreifen, dass sie sich nicht verhört hatte. Ihre Kiefer pressten aufeinander und ihre Hände ballten sich zu Fäusten als sie sich zu Josh umdrehte. „Dann werdet ihr mit den Konsequenzen leben müssen.“ sagte sie und forderte ihn mit ihrem Blick heraus.
„Nicht, wenn du uns erlaubst, hier zu bleiben.“ Josh war ein paar Schritte auf Iljas Wagen zugegangen und hielt der Herausforderung in ihren Augen problemlos stand. Sie hatte ganz vergessen, wie gut er darin war, solche Dominazspiele zu gewinnen.
„Die Antwort darauf kennst du bereits, Josh und ich wiederhole mich nicht gerne.“ Ilja öffnete die Tür zu ihrem Wagen. Ein fester Griff um ihren Oberarm hinderte sie jedoch am Einsteigen und stellte ihre Kontrolle damit zum wiederholten Male innerhalb weniger Momente auf eine harte Probe. „Wir können nicht gehen, Ilja“.


Die Flasche vor Leonard war um einiges leerer, als sie es gewesen war, als er den Raum verlassen hatte, um Ilja hinterher zu laufen. Josh stieß einen Seufzer aus bevor er sich wieder in Bewegung setzte um seinen Platz auf dem Sofa einzunehmen. Er hasste es, seinen Freund so zu sehen. Leonard war ein Kontrollfreak, der sich niemals die Fäden aus der Hand nehmen ließ und passierte es dann doch einmal, ließ er sich volllaufen, bis er durch eine ausführliche Analyse des Geschehens herausgefunden hatte, womit er die Kontrolle aus der Hand gegeben hatte.
„Bist du ihr in den Allerwertesten gekrochen und hast erreicht, dass wir bleiben dürfen?“ fragte Leonard als er seinen Schluck Whiskey endlich hinuntergeschluckt hatte, nachdem er mit ihm eine Ewigkeit den Mund gespült hatte. Josh hatte nie verstanden, warum manche Menschen sowas machten. Er hatte es mal versucht und kam zu der Erkenntnis, dass der Alkohol dabei nur seinen Mund taub werden ließ und er somit gar nicht mehr in den Genuss des feines Geschmacks kam.
„Nein und Nein. Ich habe erreicht, dass sie es sich noch einmal überlegt.“ Josh sah, wie sich ein leiser Ausdruck von Triumph auf Leonards Gesicht abzeichnete und seufzte, bevor er fortfuhr – er wusste, dass der nächste Satz seinem Anführer gar nicht gefallen würde. „Unter einer Bedingung.“
Mit einem Ruck drehte sich Leonards Kopf in seine Richtung und seine Augen verengten sich zu Schlitzen – ganz so, wie sie es immer taten, wenn seine Geduld einen Tanz auf einem seidenen Faden vollführte.
„Sie verlangt, die Verhandlungen mit mir zu führen“, setzte Josh schnell hinterher, bevor Leonard die Kontrolle verlor. Oh, er würde die Kontrolle verlieren, das war Josh klar, aber es war immer besser, wenn das erst geschah, nachdem alle Fakten auf dem Tisch lagen und es nichts mehr gab, was Leonards Wut immer weiter anstachelte.
„Ich hoffe, du hast gleich klargestellt, dass es auf gar keinen Fall so weit kommen wird, Josh. Ich lasse mich nicht herumkommandieren und schon gar nicht von jemanden dieser Sorte“ presste Leonard hervor und es war unverkennbar, wie viel Mühe es ihn kostete, sein Whiskeyglas nicht an die gegenüberliegende Wand zu schmeißen.
Josh füllte sich sein Glas mit Rum und lehnte sich zurück in die Kissen, die sich rings um das Sofa erstreckten. „Nein, das habe ich nicht.“
„Bist du von allen guten Geistern verlassen? Sie ist eine Hexe und sie versucht meine Autorität zu untergraben“, schrie Leonard ihn an. Dann war es nun also soweit, der Faden war gerissen.
„Sie ist die Anführerin des hiesigen Clans und wir brauchen sie, Leonard. Wenn du auf die Konsequenzen, die ein widerrechtlicher Aufenthalt mit sich ziehen würde, verzichten möchtest, hast du keine andere Wahl“, entgegnete Josh im ruhigen Ton und nahm noch einen Schluck von seinem Rum, als würde er sich mit seinen Freunden nur in einer gemütlichen Männerrunde befinden.
„Konsequenzen? Das würde sie nicht wagen!“ stieß Leonard hervor und Josh glaubte zu sehen, wie sich Hass in den Augen seines Anführers spiegelte. Bis heute wusste er noch nicht, was zwischen ihm und Ilja vorgefallen war, aber eins war sicher: die Abneigung beruhte auf Gegenseitigkeit.
„Doch, das würde sie.“
„Se que no te gusta, Leonard, aber wenn wir so hierbleiben können, scheint mir der Preis gering“, schaltete sich nun Ardiel ein. Er war in Iljas Alter und besuchte damals mit ihr die selbe Klasse. Die beiden waren nie enge Freunde, aber Josh wusste, dass Ardiel und Ilja einen Weg gefunden hatten, wie sie gut miteinander zurecht kamen.
„Jetzt fällst du mir auch noch in den Rücken?“ stieß Leonard ungläubig aus.
„Niemand fällt dir in den Rücken.“ sagte Ardiel. „und vergiss jetzt mal die Tatsache, dass nicht alles so funktioniert, wie du es gerne hättest. Hier steht etwas ganz anderes an erster Stelle, vergiss das nicht.“
Leonard erhob sich aus dem Sessel und ging zu der großen Fensterfront hinüber. Eine ganze Weile schaute er schweigend in die Dunkelheit und Josh fragte sich, ob er darin versuchte, die Antwort aller Fragen zu finden. „Das vergesse ich nicht.“
Mit einem Grinsen erhob sich Josh und stellte sein Glas ab. „Wunderbar, da das nun geklärt ist, gehe ich meinen Schönheitsschlaf halten.“


Der Schweiß lief ihr schon das Gesicht hinunter, aber Ilja konnte einfach nicht aufhören, auf den Sandsack einzuschlagen. Innerlich brodelte es in ihr und jeder Schlag schien einen winzigen Strahl kühlendes Wasser in die Lava zu spritzen, der sie zu verbrennen drohte. Doch das befriedigende Gefühl war nie von Dauer. Nach kurzer Zeit gewann die Lava immer wieder die Oberhand, ganz egal wie fest und wie oft Ilja zuschlug.
Letztendlich gab sie auf und stieß einen ohrenbetäubenden Schrei aus, der sie selbst auf die Knie zwang. Wie konnte sie nur so dumm gewesen sein zu glauben, dass sie bereit war, Leonard gegenüber zu treten? Und wie konnte sie -einmal im Haus- so dumm gewesen sein und die Kontrolle vor seinen Augen verlieren? So viele Jahre hatte sie gekämpft, um endlich die Vergangenheit hinter sich zu lassen und an einem Tag servierte sie Leonard alles auf einem Silbertablett: ihre Kontrolle und das, was sie sich in den vergangenen Jahren aufgebaut hatte.
Hatte sie noch geglaubt, das Schlimmste verhindern und mit ihrem Ultimatum noch mal die Kurve kriegen zu können, hatten sich ihre Hoffnungen in Luft aufgelöst, als Josh sie an ihrem Wagen abgefangen hatte. Sie wusste immer noch nicht, wieso sie sich hatte umstimmen lassen und ihm eine Audienz zugesichert hatte. Ausgerechnet ihm. Ja, sie fand ihn früher interessant, aber auch nur weil sie nicht verstand, was die ganzen Mädchen an ihm fanden. Sie selber wusste nicht, was sie von ihm halten sollte. An einem Tag war er ganz umgänglich und man konnte sich gut mit ihm unterhalten und am anderen Tag tat er so, als würde er sie gar nicht kennen. Das Schlimmste jedoch war, das er Leonards bester Freund war und als solcher wusste er über alles bescheid, was sich zwischen Leonard und ihr abgespielt hatte und nichts davon schien das Verhältnis zwischen Ilja und ihm, oder zwischen Leonard und ihm zu verändern. Es ließ ihn einfach völlig kalt und mit solchen Menschen kam Ilja nicht zurecht. Bei Leonard wusste sie wenigstens, woran sie war und konnte dementsprechend handeln, aber Josh war für sie eine unlösbare Aufgabe. Weswegen sie sich wieder die Frage stellen musste, warum sie ausgerechnet ihm ein Gespräch zugesagt hatte. Außer der Tatsache, das sie so Leonard los war, konnte sie daran keinen Vorteil für sich erkennen.


Szene 2


Josh staunte nicht schlecht, als er in dem Foyer von dem großen Anwesen stand und darauf wartete, das ihn jemand zu Ilja führen würde. Er wusste nicht, was er erwartet hatte, als er sich auf den Weg zu seinem Treffen mit ihr gemacht hatte, aber das hier sicherlich nicht. Allein die Eingangshalle war so groß wie ein Bolzplatz: der Bodenbelag war aus schwarzem Marmor, in dessen Mitte ein Sternenbild eingelassen wurde, das von einem goldenen Kreis umrandet war, auf dem wiederum Sonnen, Monde und Sterne abgebildet waren; kreisförmig angerichtete Marmorsäulen verbanden Decke und Boden miteinander und als Josh den Kopf in den Nacken legte fiel sein Blick auf einen perfekt nachgestellten Nachthimmel. Es war alles da, jedes einzelne Sternenbild und auf dem Mond waren sogar die kleinen dunklen Schattierungen zu sehen, die er in natura aufwies.
„Wenn sie mir nun bitte folgen würden.“ Mit einem Gefühl, ertappt worden zu sein, drehte sich Josh schlagartig um. Er hatte den Butler gar nicht kommen gehört, aber genau das sprach wohl für einen guten Butler, dachte er sich im Stillen und folgte dem Mann, der nicht viel älter als er selbst zu sein schien.
Ihr Weg führte sie durch eine große Flügeltür, dessen Rahmen in Gold gehalten war und zu seiner Verblüffung musste er feststellen, das sich das Sternenmuster hier wiederholte. Ja, Ilja war eine Sternenkriegerin, aber das schien ihm dann doch ein wenig übertrieben. Kein Krieger, den er kannte, hatte so viele Sterne in seinem Haus und er konnte nicht glauben, dass ihre Abstammung der einzige Grund für Iljas Dekorationsvorliebe war.
Ganz in seine Gedanken versunken hatte Josh nicht bemerkt, dass der Butler stehen geblieben war und ihn anstarrte. Unwillkürlich fühlte er sich schon wieder ertappt und das, obwohl er sich gar keiner Schuld bewusst war.
„Solltest du vor haben, da draußen Wurzeln zu schlagen, beeilst du dich damit besser, Josh, ich habe nämlich nicht ewig Zeit.“
Josh ging einen Schritt in den Raum hinein und schaute sich nach dem Ursprung der Stimme um. Ilja stand an einer übergroßen Fensterwand, ein Glas Rotwein in den Hand und starrte ihn aus kalten Augen an. Anders als gestern trug sie nicht ihre Kriegerkleidung, sondern ein bodenlanges, goldenes Kleid, das sich locker an ihre Kurven schmiegte. Ihre fast schwarzen Haare waren hochgesteckt und ihren Hals schmückte eine dezente Kette mit einem Kreuzanhänger. Sie sah nicht im entferntesten aus wie die Ilja, die er kannte und obwohl sie nicht seinen Geschmack traf kam er nicht darum herum zuzugeben, dass sie einfach umwerfend aussah.
„Aber aber, du hättest dich für mich doch nicht so in Schale werfen müssen, Ilja“.
„Spar dir dein anzügliches Grinsen, Josh, das zieht bei mir nicht“, sagte sie und setzte sich auf ein rundes Samtsofa, das mitten im Raum platziert war. „Wie gesagt, ich habe nicht ewig Zeit, also solltest du mir bald sagen, was du zu sagen hast.“
Josh ging auf das Sofa zu und setzte sich Ilja gegenüber. Bevor er etwas sagen konnte erschien der Butler mit einem Tablett in der Hand, auf dem eine Auswahl an Getränken stand. Josh tat es Ilja gleich und nahm sich ein Glas Rotwein und überlegte sich, wie er am geschicktesten beginnen sollte. Normalerweise würde er frei heraus reden und mit seinem Charme das erreichen, was er wollte, aber diese Sache war zu wichtig, um einen Fehler zu riskieren und darüber hinaus schien Ilja nicht gerade gut auf ihn zu sprechen zu sein, warum auch immer. „Wir sind in deine Stadt gekommen, weil wir jemanden finden müssen, Ilja. Ein Kind, um genau zu sein. Wir halten uns hier widerrechtlich auf, das ist mir bewusst, aber das war nicht unsere Absicht.“
„Warum?“ fragte Ilja und als sie Josh verständnisloses Gesicht sah, präzisierte sie ihre Frage. „Warum müsst ihr dieses Kind finden?“
Es war ihm von Anfang an klar gewesen, dass es darauf hinaus laufen würde, Ilja mehr zu sagen, als Leonard lieb war und dennoch kam er bei dieser Frage ins Straucheln. Wie viel Information war genug, um in der Stadt bleiben zu dürfen und doch nicht zu viel? „Dieses Kind verfügt über eine Besonderheit. Ähnlich wie du, Ilja.“
Ilja verschluckte sich fast an ihrem Wein, als ein plötzlicher Lachanfall sie schüttelte. „Welch nette Umschreibung. Die hast du sicherlich nicht von Leonard“ stieß sie mühsam hervor.
Josh nahm noch einen Schluck von seinem Wein und lehnte sich zurück, während er darauf wartete, das Ilja sich wieder einkriegte. Wenn er nicht gewusst hätte, dass dieses Lachen alles andere positiv war, hätte er sich daran erfreut.
Er konnte förmlich sehen, wie Ilja sich von Sekunde zu Sekunde wieder beruhigte und er wollte gerade aufatmen, als er einen Ausdruck auf ihrem Gesicht entdeckte, der ihm gar nicht gefiel. Ihre Augen hefteten sich auf ihn und ihn beschlich das Gefühl, durchleuchtet zu werden. Wie weit gingen ihre Fähigkeiten als Hexe eigentlich?
„Ich stehe nicht auf Spielchen, Josh. Du verschweigst mir etwas -und damit meine ich nicht diese Besonderheit des Kindes- und es wäre in deinem Interesse, jetzt mit der Sprache herauszurücken.“
Zwei haselnussbraune Augen starrten ihn an und warteten auf eine Antwort, die am Ende über Ja oder Nein entschied. Josh seufzte und stützte seine Ellbogen auf die Knie. „Es ist Leonards Kind.“ Alles auf eine Karte, wenn das mal gut geht!
Gebannt wartete Josh auf eine Reaktion, irgendeine, aber Ilja wirkte wie eine Statue. „Ilja, hör zu, ich weiß, das du auf Leonard nicht gut zu sprechen bist, aber er ist...“
Mit einer erhobenen Hand brauchte sie ihn zum schweigen. „Erzähl mir nicht, was Leonard ist, Josh, das weiß ich nämlich ganz genau.“ sie erhob sich und ging zum Fenster. „Ich vertraue Leonard nicht, genauso wenig, wie ich dir vertraue.“ Josh sah, wie sich ihre Muskeln anspannten und wenn sie ihren Kopf nicht gesenkt hätte, hätte er sich auf einen Wutausbruch gefasst gemacht, wie er ihn gestern von ihr gesehen hatte. „All die Jahre standest du daneben und hast weggesehen, hast es einfach geschehen lassen. Und jetzt taucht ihr hier auf und bittest mich um Hilfe. Welch eine Ironie des Schicksals, meinst du nicht?“
Josh konnte ihr nicht folgen. Bei was hatte er wegsehen? „Ich versteh nicht, Ilja“ sagte er.
Ilja drehte sich zu ihm um und Josh erschrak bei dem Anblick völliger Kälte, der in ihren Augen lag. „Soll ich deiner Erinnerung auf die Sprünge helfen?“ fragte sie. Josh wusste nicht, was er davon halten sollte, als sie plötzlich ihr Kleid raffte und das rechte Bein auf eine Otomane stellte, die am Fenster stand. „Nicht so schüchtern, sieh es dir ruhig an.“
Josh zögerte. Er hatte so einen Anblick schon so oft genossen, dass er es gar nicht mehr zählen konnte und obwohl er sich nicht festlegen würde, was seine Vorlieben betraf, fühlte er sich in dieser Situation, in der Ilja die Fäden in der Hand hielt, eindeutig unwohl.
Mühsam versuchte er, Iljas Beine nicht als das zu sehen, was sie waren: wunderschöne Beine. Schlank, durchtrainiert, zart.. er schüttelte den Gedanken ab und konzentrierte sich auf das, was sie ihm zeigen wollte. „Abgesehen davon, dass dies hier eindeutig nicht hingehört verstehe ich nicht, was die Narbe mit unserem Problem zu tun hat“ sagte er und wandte seinen Blick fragend an Ilja.
„Das ist die Stelle, wo dein Freund mir mein -irrtümlicherweise geschenktes- Mal herausgeschnitten hat.“ sagte sie kaum hörbar. „Als es danach an anderer Stelle erschien, hatte ich es mir herbeigehext, anders konnte es gar nicht sein.“
„Ilja, dein Schönheitsmakel tut mir leid, aber Leonard...“
„Aber Leonard was? Würde sowas niemals tun?“ Ilja nahm ihr Bein so energisch von der Otomane, das Josh einen Augenblick brauchte um zu realisieren, das es auf seiner momentanen Augenhöhe nichts mehr zu sehen gab und er sich wieder aufrecht hinstellen konnte. „Weißt du, das ich jeden Abend gehört habe, wie bei euren Gesprächen mein Name fiel und wie ihr gelacht habt? Das muss ein großer Spaß gewesen sein, sich darüber zu amüsieren, wie Leonard mir mal wieder gezeigt hat, wo mein Platz ist und wie viel ich wert bin, während ich mit Hämatomen am ganzen Körper, oder mit den größten Selbstzweifeln, die ein Mensch haben kann, im Schlafzimmer lag.“ Ilja suchte seinen Blick und irgendetwas schien sie darin erkannt zu haben, denn ein freudloses Lächeln zog sich über ihr sonst emotionsloses Gesicht. „Ich hasse Leonard für das, was er getan hat und dich hasse ich für das, was du nicht getan hast“.
Die Worten trafen Josh wie ein Faustschlag. Er konnte sich nicht daran erinnern, jemals mehr als eine handvoll Sätze mit Ilja gewechselt zu haben und um ehrlich zu sein, hatte er sich auch nie sonderlich dafür interessiert sie besser kennenzulernen und doch empfand sie Hass für ihn. „Was willst du jetzt von mir hören, Ilja? Das du recht hast und ich mich köstlich amüsiert habe? Das wäre gelogen.“
„Natürlich“, schnaubte Ilja. „Hör zu, Josh, ich habe heute noch etwas anderes vor, also fasse ich mich kurz: Das Kind kann nichts dafür, das Leonard so ist, wie er ist, also gebe ich euch zehn Tage Zeit. Während dieser zehn Tage untersteht ihr dem Cassiopeia-Clan. Ich weiß, dass das Leonard gar nicht gefallen wird, aber ich werde mir meine Kontrolle nicht noch einmal von ihm nehmen lassen, also versuch erst gar nicht, zu verhandeln, Josh, das wäre vergeudete Zeit.“
Oh, Leonard wird das noch weitaus weniger als „gar nicht“ gefallen, dachte Josh, aber blieb ihm eine andere Wahl, als dieses Angebot anzunehmen? Nachdem er Ilja gesagt hatte, um welches Kind es sich handelte, hatte er kaum noch damit gerechnet, bleiben zu dürfen und wenn man den Hass dazu packte, den sie für Leonard empfand, standen seine Chancen auf eine erfolgreiche Verhandlung gleich Null und somit kam ihr Angebot fast einem Lottogewinn gleich. „Ich danke dir, Ilja“, sagte er schlicht und wandt sich zum gehen. Kurz vor der Tür blieb er noch einmal stehen und drehte sich um. Ilja stand noch immer vor der großen Fensterfront und guckte ihm nach. Sie sah müde aus. „Ilja...“ Eigentlich wollte er sich entschuldigen für das, was passiert war und für das, was nicht passiert war, aber irgendetwas ließ ihn zögern und so entschied er sich in letzter Minute um „..Viel Spaß heute Abend“ beendete er seinen Satz und ein kleines Grinsen breitete sich auf seinen Lippen aus.


Als er die Tür zum Salon aufstieß schwirrte ihm der Kopf. Die gesamte Fahrt über hatte er darüber nachgedacht, was Ilja gesagt hatte und je mehr Zeit er damit verbrachte, desto weniger wusste er, was er von all dem halten sollte. Er kannte Leonard nun schon fast sein ganzes Leben und genau so lange waren sie auch schon beste Freunde. Bis vor ein paar Minuten hatte er noch geglaubt, ihn zu kennen und auf einmal stellte er alles in Frage. Dabei war Ilja für ihn doch eigentlich eine Fremde, wer sagte denn, dass wirklich alles stimmte, was sie gesagt hatte?
„Das wird ja auch langsam Zeit, Mann, Leonard dreht schon am Rad“ sagte Ardiel, der sich gerade durch ein Telefonbuch wälzte.
Josh setzte sich auf seinen vertrauten Platz auf dem Sofa und schenkte sich einen doppelten Rum ein „Dann haben wir ja bald genug Garn, um uns einen Satz neue Winterpullover zu stricken“.
„Sehr witzig. Was hat sie gesagt?“ Leonard kam mit nichts als einer Hose am Körper aus einer Seitentür, die direkt in sein Schlafzimmer führte und gesellte sich zu Josh und Ardiel.
„Das wir zehn Tage unter dem Cassiopeia-Clan haben, um unsere Suche zu beenden.“
„Nur über meine Leiche.“
„Wer anderen einen Grube gräbt, fällt selbst hinein, Leonard.“ sagte Josh, während er sich wie gewohnt auf dem Sofa zurücklehnte und seinen Knöchel locker über sein Knie legte.
„Oh, das wird sie bestimmt. Damit kommt sie nicht durch.“
„Ich meine nicht Ilja, sondern dich, Leonard. Immerhin warst du derjenige, der über Jahre hinweg alles daran gesetzt hat, in ihr eine Leiche zu finden, über die du gehen kannst.“ Josh wunderte sich selbst darüber, wie viel Kälte in seiner Stimme mitschwang, zumal er sich selbst noch nicht einmal sicher war, was er glauben sollte, und was nicht.
„Was soll das heißen?“ mischte sich Ardiel ein und guckte dabei abwechselnd von Josh zu Leonard.
„Das soll heißen, das ich ein sehr interessantes Gespräch mit Ilja hatte und als kleine Zugabe gewährte sie mir dann noch einen Blick zwischen ihre Beine, wo sich eine faszinierende Narbe befindet.“
„Na und? Dann hattet ihr eben dieses interessante Gespräch mit Narbenbeschauung, das ändert dennoch nichts daran, das ihre Forderung inakzeptabel ist.“
„Du leugnest es noch nicht einmal?“ fragte Josh ungläubig.
„Wieso sollte ich? Sie hielt sich für eine Sternenkriegerin und irgendjemand musste ihr klar machen, dass sie nichts weiter ist, als eine Hexe. Du kennst doch das Sprichwort: Wer nicht hören will, muss fühlen.“
„Dios Mio, Leonard, bitte sag mir, dass sich das jetzt anders angehört hat, als es gemeint war“, stieß Ardiel hervor und starrte seinen alten Freund aus weit aufgerissenen Glubschaugen an.
Josh erhob sich und sah seinen Anführer an, als wenn er ihn noch nicht zuvor gesehen hätte. „Ich befürchte, genau so war es gemeint, Ardiel. Du widerst mich an, Leonard“
Er musste da raus, ganz schnell, sonst würde er an diesem Abend noch seine Fäuste gebrauchen.


Ilja hatte sich eigentlich auf Carmen gefreut, aber nach den Ereignissen dieses Abends gelang es ihr nicht, die Vorstellung zu genießen. Andauernd schweiften ihre Gedanken zu ihrem Gespräch mit Josh ab. Seit 3 Jahren verdrängte sie ihre Erniedrigungen mit Erfolg, was ein hartes Stück Arbeit war, wenn man bedenkt, das Ilja von Natur aus sensibel war und sich fest vorgenommen hatte, sich nie wieder ihren Gefühlen hinzugeben. Und nun musste sie feststellen, das eine halbe Stunde mit Josh genügten, um all ihre guten Vorsätze über den Haufen zu werfen.
Schlussendlich war sie froh, als der Abend sich gen Ende neigte und sie ihre Haustür wieder hinter sich schließen konnte. Obwohl sie erschöpft war, war ihr nicht nach schlafen zu mute. Sie ging sich ihre schwarze Trainingshose und das dazu passende schwarze kurze Top anziehen und öffnete Barfuß die Tür zu ihrem Trainingsraum. Der Duft nach Schweiß, Blut, Holzdielen und altem Leder entspannten sie sofort und Freude über den anstehenden Muskelkater, den sie am nächsten Morgen unter Garantie verspüren würde, machte sich in ihr breit.
Sie staunte nicht schlecht, als sich aus der Ecke ein Schatten auf sie zu bewegte – ein ziemlich großer Schatten. „Dein Butler hat mich rein gelassen. Er meinte, du würdest hier gleich auftauchen.“
„Josh?“ Ilja zog eine Augenbraue bis zu ihrem Haaransatz hoch.
„Von Kopf bis Fuß.“
„Ich weiß, das die meisten Frauen gar nicht genug von dir bekommen können, aber ich persönlich stehe nicht so auf Rückwärtsessen, was unweigerlich stattfinden würde, wenn ich deine Gegenwart noch öfter ertragen muss.“
Josh Blick folgte Ilja, als sie an einen der Ränder des Raumes trat und dort fein säuberlich ihr Handtuch und ihre Flasche Wasser platzierte. „Was dagegen, wenn ich mitmache?“
„Mitmachen wobei?
„Bei deinem Training, bei was denn sonst?“
„Wenn du dich unsichtbar machst und dabei noch die Klappe hältst...“ das Ende des Satzes ließ Ilja in der Luft hängen und deutete ihm mit einer Handbewegung, das er sich keinen Zwang antun sollte.
Josh griff sich mit den Armen hinter seinen Kopf und zog sich seinen Pullover aus. Nachdem er sich auch seiner Schuhe und Socken entledigt hatte, trat er in die Mitte des Raums. Er spürte Iljas Blick in seinem Nacken, sah ihre großen Augen förmlich vor sich und grinste breit.
Zwei Schwerter in der Hand folgte Ilja ihm in die Mitte, drückte ihm eine der Waffen in die Hand und ertappte sich selber dabei, wie sie ihn anguckte – nein, anstarrte. Seinen Körper war ein Traum. So viel nackte Haut über stahlharten, wohlgeformten Muskeln.. oh Gott, bitte lass mich erblinden!
„Gefällt dir, was du siehst?“
Ok, so geht es auch. Ich bin wieder ganz bei der Sache! Schoss es ihr nach diesen Worten direkt in den Kopf. „Nicht so sehr, wie mir mein Anblick gefällt“, grinste Ilja ihn an stellte sich in Kampfposition.
Josh war ein ausgezeichneter Kämpfer und er verlangte Ilja ganz tiefe Griffe in ihre Trickkiste ab, um überhaupt eine Chance gegen ihn zu haben. Noch nie hatte sie jemanden gesehen, der so mit einem Schwert umging. Er führte es nicht, er war mit ihm verschmolzen. Nach einer Stunde war Ilja völlig ausgepowert und sie begann Fehler zu machen, was sich Josh umgehend zu Nutzen machte. Er drängte sie mit dem Rücken an die Wand und presste seinen Körper gegen den Ihren.
„Ich hätte nicht gedacht, dass ich die Quittung für gestern von dir bekomme“ stieß Ilja völlig außer Atem aus.
„Es hätte schlimmer kommen können, finde ich.“
Iljas Knie wurden weich, als er seinen Körper fester an ihren presste und sie durch ihre Kleidung seine Muskeln arbeiten spüren konnte. Als er seinen Mund ihrem Hals näherte befürchtete sie, das ihr Herz für ein paar Schläge auf der Reservebank platz nehmen würde. „Hör auf damit, Josh. Sofort!“

Josh stand vor Iljas Anwesen und fuhr sich mit der Hand durch sein feuchtest Haar. Was hatte er sich nur dabei gedacht? Sie waren von Iljas Wohlwollen abhängig und er riskierte alles wegen einem Pochen in seiner Leistengegend. Das war doch verrückt! Wenn er wollte, konnte er sich nach Lust und Laune austoben und wen suchte er sich aus? Ausgerechnet die Frau, an der er nie das geringste Interesse gehabt hatte, die nicht mal sein Typ war und die ihn obendrauf auch noch hasste. Ich muss dringend etwas gegen meine überschwemmenden Hormone unternehmen, dachte er sich und schloss seinen Wagen auf.

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Re: Aiyanas "Sternenkrieger"

Beitrag von coboldt am Di März 23, 2010 11:35 am

Awwwwwww Herzchen2 Herzchen wow, das ist sooooo toll. Ganz unglaublich, ich konnte nicht aufhören zu lesen.
Das einzige was ich daran auszusetzen habe, ist dass ich mich nicht mit dem fertigen Buch zurückziehen kann, um es so schnell wie möglich zu lesen. Trauuumhaft, ich komm gar nicht mehr aus dem Schwärmen raus
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Re: Aiyanas "Sternenkrieger"

Beitrag von Avaríe am Di März 23, 2010 3:30 pm

Hihihihi, bis auf den Prolog kannte ich ja schon alles Very Happy
Aber hey, der ist auch supertoll und die Kurzinfo oben lädt richtig zum Lesen ein Smile

Du weißt ja schon, dass ich die Story toll finde und zu den Szenen hab ich dir ja auch anderweitig ein paar Dinge gesagt, von daher spar ich mir die jetzt mal Very Happy Weißt ja auch so, dass ich ein Fan bin Wink
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Re: Aiyanas "Sternenkrieger"

Beitrag von Aiyana am Di März 23, 2010 6:19 pm

Uuui, danke schön, coboldt, das geht runter wie Öl! Very Happy
Ich weiß nicht, ob das irgendwann mal ein Buch wird, aber ich hoffe schon, dass ich zumindest einmal fertig werde und dann kannst du dich zurückziehen und weiter lesen Laughing

Hehe, ja, Heikchen, das weiß ich und ich freu mich riesig darüber und ich werde dich auch weiterhin damit zukleistern, wenn es etwas neues gibt, das lesenswert ist! Knuff Laughing

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Re: Aiyanas "Sternenkrieger"

Beitrag von coboldt am Mi März 24, 2010 9:25 am

Ich hoffe doch sehr, es wird mal ein Buch. Ich bin mir auch sicher, dass es sich gut verkaufen würde ;-b
Es wäre wirklich toll, wenn du damit fertig wirst
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Re: Aiyanas "Sternenkrieger"

Beitrag von Aiyana am Do März 25, 2010 5:49 am

Mal sehen. Momentan weiß ich ja noch nicht einmal weiter. Ich bekomme die Szenen, die mir im Kopf rumschwirren, nicht in Worte gefasst und dazu kommt, dass mir Teile des Konzepts überhaupt nicht mehr gefallen Laughing

Ich muss mich in einer ruhigen Minuten erstmal wieder intensiv damit auseinandersetzen und dann mal sehen, ob es auch wieder mit dem Schreiben klappt Laughing

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Re: Aiyanas "Sternenkrieger"

Beitrag von Ripper am So Sep 05, 2010 2:21 pm

Wäre schön wenn du so langsam mal wieder weiter machst :-)
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Re: Aiyanas "Sternenkrieger"

Beitrag von Aiyana am So Sep 05, 2010 3:30 pm

Wäre schön, wenn erst einmal wieder Ideen kommen würden und nicht nur Bruchstücke. Laughing

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